Euphorbiaceae.
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besonders gerieben einen widerlichen, etwas betäubendenHarzgeruch und schmecken unangenehm reizend, süfslichund ziemlich bitter.
Vorwaltende Bestandteile. Buxin und ätherischesüel, siehe den ersten Band. Nach Faure enthält die RindeChlorophyll, eigentümliche röthlichgelbe Substanz, Wachs,fette stickstoffhaltige Materie, Harz, Extractivstoff, äpfelsau-res Buxin, Gummi und holzige Theile *). INach Bley ent-halten die Blätter: concretes ätherisches Oel, Essigsäure,Pflanzeneiweifs, Gummi mit schwefelsaurem und salzsauremKalk, Extractivstoff, Phyllochlor, eigenthüralichen bittern Ex-tractivstoff, Gummi (durch Aetzkali ausgezogen), verhärtetesPflanzeneiweifs, Faser und Feuchtigkeit **J.
Anwendung. Man hat die Blätter gegen Fallsucht, Wechselfieber u. s. w.gebraucht; sie scheinen narkotische Eigenschaften zu besitzen. Ueber ihre läh-mende Wirkung bei Thieren, welche davon frafsen, s Magaz. für Pharmacie,Bd. 16. p 317. Als Präparat hatte man ein enrpyreumatisches Oel, OleumBuxi , das aus dem Holze bereitet wurde.
Geschichte. Der Buchsbaum war sehr frühe bekannt, und wird bereitsvon Theophrastus aus Eresos erwähnt. Die Stadt Buxanlum in Italien hat ihrenNamen von diesem Gewächse. In Corsika , wo es eine Menge Buchs gibt, wirdder Honig davon bitter, wie schon die Alten wufsten. Aus Buchsholz wurdenvorzugsweise die Behälter für manche Arzneimittel bereitet, und man sagt, dafsder Name Büchse (der Buchs heifst iru^os im Griechischen) davon herrühre.Auf Tafeln von Buchsholz schrieben die Griechen zum Unterricht die Buchsta-ben des Alphabets und auch die Maler lehrten ihre Kunst auf ähnlichen Plattenvon Buchsholz. Gleich dem Guajacum wurde das Holz im Mittelalter gegen dieSyphilis angewendet.
Ale hör ne a 1 ati folia Swartz, in die Dioecia Monadclphia gehö-rend. (Hayne Bd. 10. t. 42. Düsseldorf. Samml. Lief. 14. t 2.) Ein aufhohen Bergen in Jamaika einheimischer Baum, wird in vielen neuerenLehrbüchern der medicinisch-pharmaceutischen Botanik beschrieben, weilman ihn für die Mutterpflanze der Cortex Alcornoque der Officinenhielt. Man nahm diefs oftenbar wegen der Aehnlichkeit des Namens an,ohne zu bedenken, dafs Swartz die Gattung Alehornea zu Ehren eines eng-lischen Botanikers Alchorn benannte, welcher gute Mann von der Alcor-noque-Rinde der Apotheken schwerlich etwas gewufst hat. Die Rindeder Alehornea latifolia wirkt nach Lemaire Lisancourt brechenerregend,was auch nicht im entferntesten von der in den deutschen Apotheken vor-handenen Alcornoque-Rinde gesagt werden kann. Von der wahren Mut-terpflanze dieser letzteren wird später bei der Familie der Malpighiaceendie Rede seyn.
Aleurites laccifera Willdenow, Croton lacciferum L. (Guim-pel et v. Schlechtendal tab. 286.), i» die Monoecia Monadelphia gehörend;ein auf den Molucken einheimischer, mäfsie hoher Baum, mit wenigenlang abstehenden Aesten, zerstreuten, gestielten, eiförmigen, klein gesäg-ten, rauhen, von drei Hauptnerven durchzogenen, in der Jugend wolligenBlättern. Die kleinen wcii'sen Blumen stehen in achselständigen Trauben;männliche und weibliche haben einen 2 — 3theiligen filzigen Reich und fünf
*) Analyse du Buxus sempervirens Journ. de Chim. med. Janvier i83o. p. 29.Examen chimique de l'ecorce du buis Journal de Pharm. Juillet i83o. p.428. Brandes Archiv Bd. 35. p. »36.
**) Tronmisdorff neues Journal. XXV. 54. Centralbl. i833. p. 147.