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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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Burseraceae.

2. Indisches Bdellium. Diese Substanz erscheint inschwärzlichen, oft auf der Oberfläche mit Erde beschmutztenMassen, denen Holzstengel und blätterige, denen der Birkeähnliche Rindenstücke beigemischt sind; auf dem Bruche istdiese Drogue bald matt, bald glänzend, oft beides zugleich.Gegen das Licht gehaltene Fragmente erscheinen durchsich-tig, graubräunlich. Dieses Gummiharz riecht ziemlich stark,und hat einen sehr bittern, scharfen, zugleich leicht aroma-tischen myrrhenartigen, oder auch auffallend terbenthinartigenGeschmack, und ist wohl dieselbe Drogue, von welcher unterdem Namen neue Myrrhe oben die Rede gewesen ist.Nach Royle kommt sie wahrscheinlich von Amyris Commi-phora Roxburgh oder A. Agallocha; seiner Ansicht zufolgeist dieses das wahre Bdellium der griechischen Aerzte. Mansehe auch Journal de Pharm. XIX. 313. Annalen der Pharm.Bd. 7. p. 320.

John fand in einer Bdelliumsorte nebst den angegebenenSubstanzen noch kaoutschukartiges Harz, schwefelsaure, salz-saure, phosphorsaure und organisch - saure Kali, Kalk- undMagnesiasalze.

Güte, Verfälschung. Häufig wird das Bdellium mitschlechter dunkelbrauner Myrrhe, so wie mit arabischemGummi vermengt; ersteres ist an dem stärkeren eigenthüm-lichen Geruch, so wie an der mehr öligen Beschaffenheit zuerkennen; letzteres verräth sich durch die Geruch- und Ge-schmacklosigkeit, Unlöslichkeit in Weingeist, so wie durchdie Leichtlöslichkeit in Wasser.

Man hat übrigens noch mehrere Sorten von Bdellium un-terschieden , namentlich eines aus Sicilien, das von einer Dol-denpflanze kommt, und eines aus Aegypten, welches wahr-scheinlich das Extract der Früchte einer Palme, nämlich derHyphaene Cuciphera Persoon ist. Man vergleiche meinHandbuch der medicinisch-pharmaceutischen Botanik p. 395und Brandes Archiv Bd. 20. p. 216. Von dem Bdellium Opo-calpason ist bereits oben bei der Myrrhe die Rede gewesen.

Anwendung. Ehedem wurde das Bdellium innerlich in Substanz ge-hraucht , äufserlich zu Räucherungen. Auch setzte man es Pflastern zu, wiedem Emplastrum diaphoreticum Mynsichti, dem Opodeldock , l'nguentum apo-stolorum a. s. vr.

Geschichte. Nach der Angahe des Dioscorides kam das Bdellium voneinem arabischen Baume; es war bitter, durchsichtig, dem Leime ähnlich, fettiganzufühlen, erweichte sich leicht und verbrannte mit einem angenehmen Ge-rüche, wie ihm denn auch der alte Pharmakologe eine Stelle zwischen Storaxund Weihrauch anweist. Eine geringere, mehr trockne und harzige Sorte wurdevon Petra gebracht; endlich erwähnt er noch ein unreines schwärzliches, dasaus Indien kam; öfters wurde die Drogue auch mit Gummi verfälscht.