Spiraeaceae.
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gelb; sie sind unter dem Namen Baccae Chamaemori officinell,schmecken etwas fade säuerlich und werden als antiscorbutisches Mittel,so wie gegen Blutspeien gerühmt. Auch werden sie mit Essig eingemacht,oder auf andsre Art zubereitet gegessen. Im Jahre i8i5 rühmte JosephFrank die Blätter, Folia Chamaemori, als ein Mittel gegen Harn-krankheiten. Getrocknet sind sie geruchlos und schmecken anfangs wider-lich süfslich, dann lange anhaltend bitterlich. Nach Wolfgang bestehensie im Hundert aus: bittrem Extractivstoff i5,2, Gerbestoff 7,3, süfslichemmit Gerbestoff vermischtem Gummi i3,5, Stärkmehl mit Gummi 3,4, Harz4,7 , festem Fett 2,4, Holzfaser 5i,5. (Nordische Blätter für Chemie, Bd.1. p. 3i5.)
Rubus saiatilis L. Briechende oder Stein-Brombeere. In gebir-gigen steinigen Gegenden durch fast ganz Deutschland, das übrige nörd-liche Europa, Asien und Nordamerika einheimisch. Es ist eine perenni-renfl'e krautartige Pflanze mit etwa band hohem, aufrechtem, stachellosem,eckigem, an der Basis etwas holzigem Stengel, 1—3 Fufs langen, auf derErde kriechenden Ausläufern, abwechselnden, lang gestielten, dreizähligcnBlättern , aus rautenförmigen , spitzen , eingeschnitten gezähnten , fast un-behaarten Blättchen bestehend, mit breit-lanzettförmigen Afterblättchengestützt; und am Ende der Zweige zu 3—6 doldenartig stehenden kleinenweifsen Blumen, denen rundlich-elliptische, aus 3 — 7 deutlich unterschie-denen, etwas grofsen, scharlachrothen, glänzenden Becrchen bestehendeFrüchte folgen. Diese schmecken fade säuerlich und werden gegen denScorbut gerühmt. In nördlichen Gegenden ifst man sie roh oder einge-macht und benutzt sie zu Brandwein.
Familie: SPIRAEACEAE Jussieu.Spiraeaeeen.
Gleich den Potentilleen machen die Spiraeaeeen nach derprimitiven Anordnung von Jussieu nur eine Section der Ro-saceen aus, die aber von den meisten neueren Botanikern alseine besondere Familie anerkannt und von Ventenat mit demNamen der UJmariae bezeichnet worden ist. Es sind stachel-lose Straucher, seltner ausdauernde Kräuter, die lediglich inden gemässigten Ländern der nördlichen Hemisphäre wohnen.Ihre Blätter sind einfach oder auch verschieden regelmäfsigoder unregelmäfsig zusammengesetzt, und an der Basis desallgemeinen Blattstiels öfters mit Afterblättchen versehen. DieBlumen sind regelmäfsig, Zwitter, oder seltner getrenntenGeschlechtes, und in Trauben, Doldentrauben oder Rispengeordnet, viel seltner einzeln stehend. Der Kelch ist fünf-theilig; mit seinen Segmenten alterniren die fünf Blumenblät-ter der Corolle, welche auf dem Schlünde des Kelches mit-telst eines ringförmigen Fortsatzes aufsitzen. An demselbenOrte sind die gewöhnlich zahlreichen Staubfäden befestigt.Der Fruchtknoten enthält öfters fünf Eichen und trägt ebenso viele Griffel mit ganz einfachen. Narben. Die aufrechten,trocknen, bisweilen gedrehten, balgkapselartigen Früchte öff-nen sich der Länge nach an der innern Seite, und enthalteneinige oder auch nur einen einzigen ausgebildeten Saainen,