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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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Amygdaleae.

lieh und wohlriechend, die Früchte erbsengrol's, glänzend schwarz undvon bitterlichem Geschmaclie. Die Kerne sind unter dem Namen Moga-leb- oder Mor gatz-Saamen bekannt. Sie riechen angenehm bitter-mandelartig, schmecken bitter, und enthalten fettes sowohl als ätherischesblausäurehaltiges Oel. Man nimmt sie zu wohlriechenden Seifen, auchsoll aus ihnen der M ar askin - Br a n d w e i n bereitet werden. Blätterund Blumen liefern durch Destillation mit Wasser ebenfalls ein angenehmriechendes blausäurehaltendes Wasser*) Das Holz, zumal wenn es trok-ken ist (Sanct Lucienholz, Set. Georgsholz), riecht sehr angenehm, es sollin Spanien gegen die Wasserscheu gebraucht worden seyn. Die markigenAeste werden unter dem Namen spanischer Weichsel zu Tabaksröh-ren verwendet.

Cerasus Padus Decandolle.

Traubenkirsche, Ahlkirsche, Stinkbaum, Maibaum,

falscher Paulbaum, Elsenbeere, Pabstweide,

Hexenbaum u. s. w.

(Kerner ökon. Pflanzen lab. ig5. Plenk plant, med. tab. 38i. Hajne Bd. 4.

tab. 40. Düsseid. Samml. Liefer. i3. tab. 6. Mann Deutscht wildwachsende

Arzneipfl. 3. Lief. Leo Taschenbuch der Arzncipii t. 120 Prunus Padus L.)

Ein in feuchten Waldungen, Gebtischen, zwischen Wei-den und Erlen durch fast ganz Deutschland und das übrigezumal nördliche Europa wachsender grofser Strauch oder auchmittelmäfsiger Baum, mit abwechselnden aufrechten Zweigen,abwechselnden, braunroth gestielten, oval-lanzettförmigen,8— 6 Zoll langen, und 1 — H Zoll breiten, einfach und dop-pelt, dicht und scharf gesagten, hellgrünen, auf beiden Seitenglatten, unten an den Nervenwinkeln aber zart behaarten,etwas rundlichen dünnen Blattern, die an der Basis zum Theiletwas herzförmig eingeschnitten und der Blattstiel allda mitzwei Drüsen besetzt ist, wozu noch zwei schmale, linien-förmige, gezähnelt-gewimperte, weifsliche. zarte-, abfallendeAfterblättchen kommen. Die Blumen erscheinen nach dem Aus-schlagen der Blätter im April und Mai am Ende der Zweigein ansehnlichen, 8— 6 Zoll langen, aufrechten oder schlaffherabhängenden, einfachen Trauben, die an der Basis mit einembis drei Blättern besetzt sind. Die Blümchen sind weifs, vonder Gröfse der Schlehenblumen, ven stark biftennandeiartigemG eruche.schwarz.

Officinell ist die Binde; Cortex Pruni Padi (Göbel Waa-renkunde I. tab. XX. fig. 5. et 6.), ehedem auch die Blumenund Früchte: Flores et Baccae Padi seu Cerasi racemosi sil-vestris. Die Binde mufs von Jüngern Zweigen gesammeltwerden; sie ist aulsen dunkelbraun, ins Graue, zum Theil insRöthliche, ziemlich glatt, hie und da mit hellen Wärzchen

Die Früchte sind rund, erbsengrol's, bei der Reife

*) Duflos fand in den Blattern und der Rinde des Cerasus Makaleb mittelstder Eisenprobe keine Spur von Blausäure.