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Amygdaleae. 1133
Persica vulgaris Decandolle.Gemeiner Pfirsichbaum.
(Blackwell Hejrb. tab. 101. Plenk plant med. tab. 326. Hayne Bd. 4. tab. 38.Mann Deutschi, wildwachsende Arzneipfl. i3. Lief. Amygdalus Persica L.)
Der Pfirsichbaum wächst in dem ganzen südlichen Theileder gemäfsigten Zone des westlichen Asiens wild, und wirdauch an vielen Orten Deutschlands in Gärten und Weinbergenvielfältig culthht. Wer meistens nicht sehr hohe Stamm hatausgebreitete Aeste und Zweige, mit abwechselnden, gestiel-ten, lanzettförmig zugespitzten, hochgrünen, glänzenden,glatten, zarten, zum Theil gegen einen halben Fufs langenBlättern. Die Blumen erscheinen im April oder Mai vor "denBlättern. sie stehen an den Jüngern Zweigen auf beiden Sei-ten der Blattknospen, einzeln oder gepaart; ihre schön blafs-violettrothe CoroIIe gibt dem blühenden Baume schon von ferneein prächtiges Ansehen. Die Früchte sind grofs, kugelig,mit einer Furche auf einer Seite und mit einem zarten weifs-Jichen Filzüberzuge, sie riechen angenehm aromatisch undenthalten ein saftiges, meistens sehr angenehm säuerlieh süfsesFleisch; die grofsen, braunrothen, sehr harten, dicken, hol-zigen Kerne sind etwas flach, ovalrundlich, mit ungleichenFurchen vertieft. Der Baum vaiiirt sehr in der Grofse derBlumen und Früchte, so wie in deren Farbe der äufsern Schale,wie des Fleisches, der Reifzeit u. s. w., so dafs die Pomolo-gen eine grofse Anzahl von Spielarten aufzählen. Am aus-gezeichnetsten sind die nackten Pfirsiche mit glatter (nichtweichhaariger) Fruchtschale, Persica laevis Decandolle.
Officinell sind die Blätter, Blumen und Kerne derFrüchte. Folia, Flores et Nuclei Persicorum. Die Blättermüssen im Frühjahre, sobald sie ausgewachsen sind, gesam-melt werden. Sie haben, so wie die jungen Zweige, einenstarken. etwas herben Geschmack. Die Blumen müssen vordein völligen Entfalten mit den Kelchen gesammelt, schnellgetrocknet und wohl verschlossen vor dem Einflüsse der Luftund des Lichts, am besten in Blechbüchsen aufbewahrt wer-den. Sie riechen sehr angenehm aromatisch mandelartig,welcher Geruch sich beim Trocknen nur zum Theil verliert,und schmecken bitterlich. Die Kerne sind etwa halb so grofs,als Mandeln, oder kleiner, von derselben Gestalt und Farbe,wie jene, mit einem zartkörnigen, rostfarbigen Ueberzuggleichsam bestäubt, sie riechen bittermandelartig und schmek-ken bitter.
Yorwaltende Bestandtheile sind : blausäurehaltigesätherisches Oel, und in den Kernen noch fettes Oel. HundertTheile frische junge, noch nicht holzige Pfirsichzweige gebenbei der Destillation 4,8 schweres, blausäuiehaltiges, ätherischesOel. (Magaz. für Pharm. Bd. 31. p. 129.) Die Blätter liefern