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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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Cassieae.

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gekrümmte. lYabis 2Zol!lange.

% bis %

Zoll breite, ganz

flach gedrückte, schmutzig gelbgrüniiehe, glatte, innen weifslieh glänzende, papierartig häutige, zähe Hülsen, welchelängs der Mitte 6 10 fast spateiförmige, ausgerandete, weifs-liche, runzliche Saamen einschliefsen. Sie riechen und schmek-ken den Sennesblältern ähnlich, doch schwächer und sind mehrschleimig. JNach Feneuille besitzen sie dieselben Bestand-theile wie die Blätter, aber weniger purgirenden Bitterstoffund mehr Schleim. Die Hülsen der tripolitanischen Sennes-blätter sind kleiner, mehr hellgelbgrünlich und weniger ge-schätzt; die in den aleppischen Sennesblättern sind schwärz-lich, schmal, fast halbcirkelförmig g bogen.

Die Güte und Aechtheit der Sennesblätter ergibt sichaus den gelieferten Beschreibungen. Schön olafsgelblichgrünealexandrinische Blätter werden für die besten gehalten"; die

frischen indischen stehen ihnen wohl gleich

und möchten ,

da

schwarze, moderige, zernagte BlätterVerwechselt sollen sie werden mit

sie ganz unvermengi, auch ohne Stiele vorkommen, noch vor-zuziehen seyn. Enthalten sie viele Stengel, so mufs man dieseentfernen, wenn sie auch nicht, wie man wohl sonst glaubte,Kolikschmerzen veranlassen. Andere glaubten, dieses unan-genehme Symptom rühre von den Blättern des CynanchumArghel her,' und man wünschte deshalb oft, dafs diese sorg-fältig ausgelesen werden möchten *_). Braungelbe oder gar

sind zu verwerfen,den Blättern des Bia.sen-strauchs, Colutea arborescens (pag. 1045.). Diese sind durchihre meistens stark ausgerandete oder verkehrt-herzförmigeGestalt, hochgrüne Farbe und dünnhäutige Beschaffenheit undden weit bitterern etwas herben Geschmack auch leicht zu un-terscheiden. Folia Sennae parva werden mit andern Bruch-stücken, als zerhackten alten Lorbeerblättern u. s. w. ver-mengt, was zum Theil nur schwierig zu erkennen ist. Ge-fährlicher ist die in Frankreich vorgekommene Vermengungmit den Blättern des Gerberstrauchs (Coriaria myrtifolia), wel-che heftig narkotische Eigenschaften besitzen. Diese Blättersind oval - lanzettförmig, glatt, am Rande ganz, 312 Linienbreit, 9 Linien bis 2 Zoll lang, sie sind von 3 Hauptaderndurchzogen [folia Irinevvia) , dicker als die Sennesblätter undhaben einen adstringirenden, nicht schleimigen Geschmack,so wie einen besondern widerlichen, von dem der Senna ganzabweichenden Geruch. Man sehe Magaz. für Pharmacie Bd.18. pag. 3. Bd. 20. pag. 175.

*) Nach Jobst sind in den neuesten Zeiten sehr starke Senkungen von alexan-drinischen Sennesblättern in Triest angekommen, die fast ganz aus Blätternvon Cynanchum Arghel bestanden , und mithin verworfen werden müssen,obgleich es noch keineswegs erwiesen ist, dafs sie eine gefährliche Wir-kungsart äufsern. Man vergleiche oben pag, 671.

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