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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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Cassieae.

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Vorwaltende Hjestandtheile : flüchtiges, aromati-sches , festes, in weifsen vierseitigen Nadeln kristallisirendes,kampherartiges Oel, Tonkakampher oder Couinarin, welchesman zuweilen zwischen den Spalten der Kerne findet und demder Saame seinen aromatischen Geruch und Geschmack ver-dankt (man sehe Magazin für Pharm. Bd. 13. p. 163. und Re-pert. für die Pharm. Bd. 24. p. 127.), sodann fettes Oel undStärkmehl. Nach Boullay und Boutron-Charlard bestehen dieSaamen aus Tonkakampher, fettem Oel, Zucker, Gummi,Starkmehl. Aepfelsäure und äpfelsaurem Kalk, einem Ammo-niaksalz und Faser. Alte, allzu sehr zusammengeschrumpfte,schwach oder ranzig riechende Saamen sind zu verwerfen.

Von der oben beschriebenen oder holländischen Ton-kobohne unterscheidet man als besondere Sorte die engli-sche Tonkobohne, sie sind kleiner, aussen fast schwarz,innen weifsgelblichj sie sollen aus Gayenne kommen und vonDipterix oppositifolia Willdenow stammen, einem dembeschriebenen sehr ähnlichen Baume.

Anwendung. Als Arzneimitlei hat man die Tonkobohne bis jetzt nochnicht gebraucht Mau nimmt sie ihres Wohlgeruchs wegen zum Schnupftabak,legt sie in Dosen u. s. v*. und hält sie deshalb in den Apotheken vorräthig.

Gleditschia triacanthos L. Dreidornige Gleditschie, in die Po-lygamia Dioecia gehörend. Ein schöner, 20—4° Fufs hoher, in Nord-amerika einheimischer Baum , mit graubrauner älterer und grüner weifs-lich punktirter jüngerer Binde, grossen 1—6 Zoll langen, dreispaltig ästi-gen, glänzend braunen, starken, steifen Dornen an den Acsten und Zwei-gen, die aber auch bei einer Varietät ganz mangeln (Gleditschia inermis L ).Die abgebrochen gefiederten Blätter stehen in Bündeln, und bestehen auslinienförmig - länglichen , stumpf zugespitzten , weitläufig gezähnten , obendunkelgrün glänzenden, unten etwas weichhaarigen Blättchen. Die grün-lichen Blumen stehen, Meine Trauben bildend, in den ßlattwinkeln, diemännlichen haben einen vier- bis achttheiligen Beleb , keine Corolle , 4— 8Staubgefäfse; an den Zwitterblumcn bemerkt man einen 3 —öthciligcnBelch, eine 3 — 6 blätterige Corolle, sechs Staubgefäfse und einen kurzenGriffel. Die Frucht ist eine bis 1% Fufs lange und 1% Zoll breite, flache,oft etwas gedrehte, rothbraune Hülse, mit sparsamem, süfsem Mark undglänzend dunkelbraunen Saamen. Aus dem Marke der Früchte bereitetman Meth, auch dienen sie zum Viehfutter. Das dauerhafte Holz wird zuallerlei Geräthschaften verarbeitet.

Gattung Guilandina L. Guilandine.

(System. Linn. Decandria Monogynia.)

Der Kelch hat eine kurze, urnenförmige Röhre und fünffast gleiche Segmente des Saumes. Uie Gorolle besteht ausfünf fast gleichen sitzenden Blumenblättern. Die zehn Staub-fäden sind am Grunde zottig, der Griffel kurz. Die bauchigzusammengedrückte stachlige Hülse enthält 1 — 3 runde, sehrharte, glänzende Saainen.