Mimoseae.
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Hülsen sind spiralförmig gewunden und enthalten viele glän-zende , halbweifse, zur Hälfte schwarzgraue Saamen.
Officinell ist die Rinde unter dem Namen Cortex Bar-batimao, Cortex Brasiliens der Lissaboner Phannacopoe (Gö-bel Waarenkunde tab. 30 unter dein Namen Cortex adstrin-gens spurius). Mehrere Pharmacologen hielten sie für iden-tisch mit der von>en, oder auch für den Bast derselben, wasnach Martius der Fall nicht ist. Derselbe beschreibt sie fol-gendermafsen: Es sind wenig gebogene, nie gerollte Rinden-stücke von röthlichbrauner Farbe. Man bemerkt einzelne loseFasern, eben so dunklere Flecken mit schwachem Harzglanz.Innen ist diese Rinde, die grofsentheils aus Bast zu bestehenscheint, heller von Farbe. Der Bast ist sehr zähe und grob-faserig ; häufig sind die Fasern wellenförmig aneinander ge-reiht. Der Bruch ist faserig, der Geschmack stark adstringi-rend süfs, schleimig bitter.
Nees fand den Gebalt an eisengrünendem Gerbstoff in fol-gendem Verhältnisse: Cortex ßarbatimao 13 p. C. Cortexadstringens 5 p. Ct., derselbe ohne die Borke 15 p. C. — E.F. Anton stellte ebenfalls chemische Versuche mit diesen Rin-den an, woraus hier nur die Bemerkung, dafs salzsaures Zinnin einem Decoct von Cortex adstringens verus und ßarbatimaoeinen schönen ziegelrothen, in jenem von Cortex adstringensfalsus aber einen fast weifsen Niederschlag machte. (BüchnerRepert. Bd. 36. Heft 1. p. 53 —73.)
Dr. v. Holger in Wien lieferte eine chemische Analysevon einer adstringirenden Rinde, die er von Acacia virginalisableitet, allein es ist zweifelhaft, ob er wirklich die Barbati-niao oder vielmehr den gewöhnlichen Cortex adstringens bra-siliensis untersuchte. Derselbe bemerkt unter andern, es seymerkwürdig, dafs der Splint dieser Rinde dreimal so vielGerbstoff, als die eigentliche Rinde, enthalte, und diesen leichtan das kochende Wasser abgebe, während die Rinde wenigoder gar nichts davon fahren lasse, weshalb denn auch dasAlburnum decorticatum vorzugsweise zum medicinischenGebrauche zu benutzen sey. Den Splint soll man übrigenshöchstens eine Viertelstunde kochen, um ein vollkommen ge-sättigtes Decoct zu erhalten , auch sey eine halbe Unze fürzwei Pfund Colatur mehr als zureichend *). Magazin f. Phar-macie Bd. 34. p. 160 — 177.
*j Was hier Herr v. Holger unter dem Namen Splint versteht, ist nicht rechtklar. Splint ist ein Organ des centralen Theiles im Stamme-der Exogenen,keineswegs aber des peripherischen oder Rindenkörpers, auf dessen Structurschon oben bei Gelegenheit der Chinarinden aufmerksam gemacht wordenist. Zur näheren Kenntnifs der einzelnen Theile, aus welchen die Rindeder holzigeu Dicotjledonen besieht, sind die Untersuchungen der HerrenHugo Mohl und Carl Robert Hiittenschmidt aus Schorndorf besonders wich-tig. "Wir werden bei einer andern Gelegenheit auf dieselben zurückkommen.
Geigers Pharmacie IL 2. (ite Aufl.) 09
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