Papilionaceae.
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fand einen eignen Stoff, den er Myroxylin nennt, und einebesondere Säure, Myrosperminsäure genannt, worüber dererste Band nachzusehen ist.
Reiner und guter schwarzer Perubalsam ist klar, vonsyrupartiger Consistenz, sinkt schnell im Wasser zu Bodenund trennt sich auch bei starkem Schütteln damit nicht in eineleichte und schwere Schichte. Er darf sich nicht in Massekalt entzünden lassen, und bei der Destillation mit Wasser keinätherisches Oel oder Weingeist liefern. Dieses eigenthüm-liche Verhalten macht überhaupt eine Verfälschung schwierig;die mit Copaivabalsam oder einer andern ähnlichen Substanzläfst sich entdecken, wenn man den verdächtigen Balsam mitnicht zu starkem Weingeist behandelt, den Auszug mit Am-moniak versetzt, Wasser zugibt und verdampft, bis sich dasHarz ausgeschieden hat, dann die wässerige Flüssigkeit ab-giefst und das Harz prüft. Der Copaivabalsam wird sich durchden Geruch und Geschmack leicht erkennen lassen. Concen-trirte Schwefelsäure, die man sonst als Prüfungsmittel angab,indem ächter sich damit schön purpurroth färben sollte, ohneErhitzung fand Stoltze nicht für zuverlässig, da auch ächterBalsam sich damit erhitzt. Doch ist die Erhitzung nach an-dern Erfahrungen bei kleinen Mengen unbedeutend und ver-fälschter erhitzt sich allerdings stärker unter Entwickelungschweflichter Säure und beträchtlicher Schwärzung des Ge-misches. Trüber, dunkelgraubrauner Balsam ist in jedem Fallals verdächtig zu verwerfen.
Anwendung. Man gibt den peruvianischen Balsam in Tropfen auf Zuckeroder mit arabischem Gummi und Eigelb abgerieben, als Emulsion, ferner inPillen; eine unschickliche Methode, besonders wenn gar der Balsam als Consli-tuens der Masse verschrieben wird. Pillen der Art lassen sich ohne Künsteleienfast gar nicht darstellen. Setzt mau Extracte , Wasser u. s, w zu , so scheidetsich der Balsam leicht aus. Aeufserlich wird er als Wundmitte!, theils für sich,theils in Salben angewendet. Als Präparate hat man Tinctura und Syrupusbalsami peruviani; er macht ferner einen Bestandteil aus des Balsamuni VitaeHoffmanni oder der Mixtura oleoso - balsamica, auch kommt er zu dem Electua-rium gingivale, Balsamum Comniendatoiis, Tinctura giugtvalis, Balsamum cepha-licum, Locatelli, zur Chocolade u. s. w-
Geschichte. Die angeführten Balsamarten kamen ursprünglich nicht ausPeru, sondern aus Mexiko; bei der Entdeckung yon Amerika fanden die Spaniersie schon als Wundmittel bei den Indianern im Gebrauche. Monardes erwähntzwei Arten der Gewinnung ; durch Einschnitte in die Bäume, wodurch ein weifs-licher ganz vorzüglicher Balsam erhalten werde (excellentissinius et perfectissimns),allein so sparsam, dafs er nicht nach Europa komme; sodann durch Auskochender Zweige mit Wasser und Abnehmen des darauf schwimmenden Oeles vonschwarzrolher Farbe und sehr angenehmem Gerüche. Anfangs kostete in Spaniendie Unze davon 10 — 20 Dukaten und in Rom bezahlte man selbst 100 Dutatenfür eine Unze dieses Balsams. Noch zu den Zeilen des Monardes wurde aus an-dern Theilen des heifsen Amerika aus ähnlichen Bäumen ein solcher weifser undganz klarer Balsam von höchst angenehmem Gerüche, den man durch Einschnittein die Rinde erhielt, in Menge eingeführt. — Myro?;ylon peruiferum wurde durchMutis entdeckt, der 1781 Exemplare davon au Linne den Sohn sandte.
4. Tolubalsam. Balsamum de Tolu seu tolutanum,auch Balsamum de Carthagena, de Honduras s. Eustachii,