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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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Cucurbitaceae.

Cucumis Melo L.Melonengurke, gemeine Melone.

(Plenk plant, med. tab. 698. Blackwell Herb. tab. 329. Kerner Ökonom.Pflanzen, tab. 141.'S

Die Melone ist eine jährige Pflanze, welche im südlichenund mittleren Asien, im Lande der Kalmücken einheimischist und in warmen Gegenden vielfältig, bei uns seltner undmeistens in Mistbeeten gezogen wird. Die Stengel sind ästig,rankend, rauhhaarig, aber dünner und runder als bei der ge-meinen Gurke; die Blätter sind grofs, gestielt, mehr abge-rundet, als die von Cucumis sativus, auch die achselständigenfelben Blumen etwas kleiner und bleicher; sie erscheinen inen Sommermonaten. Die Früchte sind zum Theil kopfgrofsund gröfser, doch auch oft viel kleiner, fast kugelig oderlänglich, von sehr angenehm aromatischem Gerüche und roth-oder weifsgelblichem, süfsem, saftigem, gewürzhaftem Flei-sche. Es gibt eine ungemein grofse Zahl von Melonen-Varietäten, die Noisette in drei Gruppen bringt, nämlich:

a. Ueberstrickte Melonen oder Netz-Melonen,die gemeinste Form, deren Früchte überall der Länge nachgefurcht, weifsgrünlich und von netzartig geordneten erhabe-nen Narben überstrickt sind. Dahin gehören die Zuckerme-lone, Kannelitermelone, die von Honfleur und viele andere.

b. Cantalup-Melonen. (Cucumis cantalupensis Ha-berle.) Kerner ökon. Pflanzen. tab.*142. Sie unterscheidensich durch die kugelrunde, an den Polen etwas eingedrückte,tiefer gefurchte, glatte, aber mehr oder minder warzige, ge-würzhaftere Frucht; sie wurden von dem päbstlichen Lust-schlosse Cantalupo, wohin sie aus Armenien kamen, durchganz Europa verbreitet; in Venedig tragen sie noch denorientalischen Namen Zatte. (Schübler und v. Martens Floravon Würtemberg p. 626.)

c. Melonen mit glatter Rinde oder grüne Me-lonen, wohin die Älalteser Melonen, jene aus Morea, ausSmyrna, jene aus Cypern, die persische Melone u. s. w. ge-hören. Ueber die köstliche Bokhara-Melone seile man Bran-des Archiv, zweite Reihe Bd. 9. pag. 170 und über die ganzungewöhnlich grofse und schwere Melone von Canvrcstanoder Turquin : Allgem. Gartenzeitung 2. Jahrg. 1834- p. 375.

Das Hauptwerk zur Kenntnifs dieser beliebten Früchteist folgendes: Monographie complete du Melon par M. Jacquinsen. Paris 1832. 8. 6 Hefte mit colorirten Kupfertafeln.

Officinell sind die Saamen: SeminaMelomim. Sie sindetwa 4 Linien lang, 1 '/ 2 Linien breit, oval - länglich, weifs,ganz glatt, mit scharfem Rand; unter einer etwas hartenSchale Hegt der geruchlose, ölige, etwas süfslich fett schmek-