Cucurbitaceae.
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abwechselnden, lang gestielten, herzförmigen, stumpf buch-tig gezähnten, nicht selten in drei Lappen getheüten Blättern,denen gegen über spiralförmig gewundene Hanken entsprin-gen. Die im August erscheinenden Blumen stehen einzeln inden Blattwinkeln auf kurzen Stielen, sie sind kleiner als dieder Gartengurke und ihre gelbe Corolle von grünen Nervendurchzogen. Die schönen hochgelben, kugeligen Früchtehaben die Gestalt und Gröfse einer Pomeranze. Die Schaleist glatt, dünn, aber hart, fast lederartig und schliefst einweifses lockeres, trocknes Mark mit vielen Saamen ein.
Officinell sind die Früchte und Saamen: Colocynthides,Poina et semen Colocynthidum. Wir erhalten die Früchte imHandel geschält und getrocknet, in weifsen, 2—3 Zoll gros-sen, etwas eingeschrumpft höckerigen, leichten Kugeln, dieein sehr leichtes, lockeres, schwammig poröses, elastischzähes, weifses oder gelblichweifses Mark einschliefsen, mitvielen Saamen, welche in gedoppelten Bellten die äufserePeripherie ausfüllen. Die Coloquinten sind geruchlos, aberihre Marksubstanz schmeckt höchst durchdringend widerlichbitter und wirkt drastisch purgircnd. Jod färbt dasselbesckwarzblau. Der kalte wässerige, blafsgelblich gefärbte,höchst bittre Aufgufs wird von salzsaurem Eisenoxyd fastohne Färbung in hellgrauen Flocken gefällt; Gallustincturtrübt ihn nicht. Die Saamen sind kleiner als die Cucumern-kerne, mehr stumpf eiförmig, mit abgerundetem, nicht schar-fem Rande, weifslich glatt, die Schale viel dicker. Die wohlgewaschenen Saamen sind geschmacklos, die äufsere Schaleschleimig, der Kern ölig.
Vorwaltende Bestandtheile: drastisch bittrer E]x-tractivstoff, Coloquintenbitter (siehe den ersten Band) undStärkmehl; die Saamen enthalten Schleim nnd fettes Oel.Meissner fand in 100 Theilen trocknein Mark: Coloquinten-bitter ( Colocynthin) 14,4, mäfsig bitfern Extractivstoff 10,0,bittres fettes Oel 4,2, in Aether unlösliches Harz 13,2, Gummi9,5, Bassorin, 3,0, durch Kali ausgezogenes gummiges Ex-tract7,0, Phyteumacolla 0,6, phosphorsauren Kalk 2,7, phos-phorsaure Magnesia 3,0, Holzfaser 19,2, Wasser 5,0.
lieber den Bitterstoff der Familie der Cucurbitaceen, ins-besondere über das Colocynthin sehe man Herberger in Buch-ner's Repertorium Bd. 35. Heft 3. pag. 353. Nach Redtelgaben 2 Pfund Coloquintenmark ohne Körner 5 V2 Unzen Ex-tract. Nach Zeller gibt 1 Pfund vier Unzen trocknes Extract;Schlickum erhielt aus 2 Pfunden 4% bis 5 Unzen Extract.
Die gröfsten lockern markigen Früchte sind die besten;kleine, stark eingeschrumpfte, allzu saamenreiche taugen we-niger. Pfaff in Kiel warnt vor einer Frucht, ebenfalls voneiner Cucumis abstammend, die der wahren Coloquinte sehrähnlich, auch sehr bitter ist, sich aber durch die ovalen Er-
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