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4()k I'lu mbum oxydato-phosplioricum.
PLUMBUM OXYDATO-PHOSPHORICUM.
3 PbO + P 2 0 5 = 6075,78.
Synonyme. Plumbum phosphoricum, Phosphas plumbicus. Phos-phate de Plomb, Plomb Phosphate". Phosphorsaures Bleioxyd.
§ 527. Bereitung und Eigenschaften. Man löst weiss ge-brannte Knochen in massig verdünnter Salpetersäure bis zur Sättigungauf, d.h. soviel als diese davon aufzunehmen vermag, filtrirt die Auflösungund giesst dieselbe in eine verdünnte Lösung von Bleizucker, oder maulöst \\ krystallisirtes phosphorsaures Natron in einer hinreichendenMenge destillirten Wassers auf und giesst dazu eine Auflösung von3|- Th. Bleizucker oder 3 Th. salpetersauren Bleis.
Der weisse Niederschlag, welcher in 100 Theilen 82,42 Bleioxydund 17,58 Phosphorsäure enthält, wird gesammelt, ausgesüsst und ge-trocknet. Es ist in verdünnter Salpetersäure ziemlich leicht löslich,wenig löslich aber in Essigsäure, vollkommen löslich in Aetzkalilauge.Das phosphorsaure Bleioxyd ist als solches an seinem eigenthümlichenVerhalten vor dem Löthrohre erkenntlich. Es wird nämlich beim Er-hitzen auf der Kohle auch in der inneren Flamme nicht oder dochnur mit grösster Schwierigkeit reducirt und ist zweitens dadurch aus-gezeichnet, dass die in der Oxydationsflamme farblose, durchsichtigePerle beim Erkalten durch Krystaüisation unklar wird und zu einempolyedrischen Korn erstarrt.
S A L I C I N U M.
Synonyme. Salicina, Salicinium. Salicine. Salicin, Weidenbitter.
§ 528. Vorkommen und Bereitung. Das Salicin ist ein inder Rinde mehrerer Weiden- und Pappelarten, besonders von SalixHelix und Populus tremula, enthaltener krystailisirbarer, organischerStoff, welcher an und für sich weder alkalisch noch sauer reagirt, kei-nen Stickstoff enthält, und sich daher wesentlich von den organischenAlkalien unterscheidet. Behufs der Gewinnung wird die zerschnitteneRinde zu wiederholten Malen mit VY'asser ausgekocht, die Abkochungenwerden concentrirt und heiss mit zerriebener Bleiglätte behandelt, bissie fast ungefärbt erscheinen, sodann filtrirt. Das Filtrat wird, Behufsder Entfernung des zurückgebliebenen Bleioxyds, zuerst mit verdünnterSchwefelsäure, sodann mit Schwefelbaryum ausgefällt, vom Schwefelbleigetrennt, und endlich zur Krystallisation verdunstet.
Eine andere Bereitungsweise ist folgende: Die Weidenrinde wirdmit Wasser ausgekocht, die Abkochung soweit verdunstet, bis das Ge-wicht derselben dem Gewicht der in Arbeit genommenen Rinde ent-spricht, und darauf dünne Kalkmilch zugesetzt, so lange, als dadurchnoch eine Entfärbung bewirkt wird. Das Filtrat wird bis zurSvrups-dicke concentrirt, der Syrup mit der 3—4fachen Menge höchst recti-ficirtem Weingeist versetzt, um die Schleimtheile niederzuschlagen,abermals filtrirt, der Weingeist hierauf abdestillirt und der Rückstandan einem kalten Orte zur Krvstallisation hingestellt.