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Piperinum,
durch Schwefelwasserstoff, noch durch Salpetersäuren Baryt niedergeschlagen wird.
__ Ein gelber Niederschlag durch das erstere Reagens würde Arsen, ein weisser
durch das zweite Schwefel zu erkennen geben.
PIPERINUM.
C34H 38 N 2 0 6 = 3013,00.Synonyme. Piperinum, Piperina. Piperine. Piperin.
§ 511, Bereitung und Eigenschaften. Das Piperin ist ein imschwarzen und weissen Pfeiler enthaltener krystallisirbarer, stickstoff-haltiger, neutraler organisch-chemischer Grundstoff, welcher am leich-testen aus dem weissen Pfeffer nach folgendem Verfahren isolirt dar-gestellt werden kann: Gepulverter weisser Pfeffer wird mit Weingeistvon 0,833 spec. Gewicht ausgezogen, der fütrirte weingeistige Auszugwird abdestillirt und das zurückbleibende Extract mit verdünnter Ka-lilauge behandelt, wodurch Harz aufgelost wird, und unreines Piperinzurückbleibt. Es wird mit Wasser gewaschen, um die anhängendeLauge zu entfernen, abermals in Weingeist gelöst, und durch freiwil-liges Verdunsten krystallisiren gelassen. Durch, nochmaliges Auflosenund Krystallisiren kann es noch weiter gereinigt werden. Das reinePiperin bildet weisse, durchsichtige schiefe rhombische Säulen, zuwei-len mit abgestumpften Seitenkanten, oder zarte lockere, zusammenhän-gende Nadeln; häufig erscheint es durch anhängendes Harz mehr oderweniger gelb gefärbt. Es ist geruchlos, besitzt bei vollkommener Rein-heit kaum einen Geschmack, löst sich nur wenig in Wasser, leichterin Weingeist, minder leichter in Aether und ätherischen Oelen. DieLösungen reagiren weder sauer, nock alkalisch. Säuren, besondersEssigsäure, lösen das Piperin in reichlicher Menge auf, ohne jedochim mindesten neutralisirt zu werden. Durch concentrirle Mineralsäu-ren wird es zersetzt und mit starker Färbung aufgelöst, so löst esz.B. concentrirte kalte Schwefelsäure mit dunkelblutrotherFarbe auf.—Das reine Piperin enthält in 100 Th. 70,95 Kohlenstoff, 0,34 Wasser-stoff, 4,10 Stickstoff und 18,61 Sauerstoff,
Man hat das Piperin gegen intermittirende Fieber in Gaben von0 — 12 Gr. anzuwenden versucht, allein mit sehr verschiedenem Erfolg,weil wahrscheinlich hierzu Präparate dienten, die in ihrer Reinheit sehrvon einander abwichen.
PLATINUM.
Pt =r 1233,50.Synonyme. Piatina, Aurum album Platine. Platin, Weissgold.
§ 512. Vorkommen und Eigenschaften. Das Platin nimmtunter den edelen Metallen rücksichtlich der Schwere und der Unver-änderlichkeit im Feuer die erste Stelle ein. Es kommt natürlich nurgediegen vor, jedoch nie rein, sondern immer in Verbindung mit ande-ren Metallen, besonders Eisen. Mit Hülfe eines etwas verwickeltenund schwierigen chemischen und metallurgischen Processes kann esfrei von allen fremdartigen Beimischungen in cohärentem regulinischen