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Natrium.
immer noch leichter als Wasser, ebenso minder weich, etwas langsa-mer oxydirbar, zersetzt zwar bei gewöhnlicher Temperatur sehr schnell,aber ohne Feuererscheinung, das Wasser; diese tritt aber ein, wennman das Wasser erwärmt. An der Luft stark erhitzt, entzündet essich und brennt mit gelber Flamme; das Produkt der Verbrennung istbasisches Natriumoxyd oder Natron.
§ 468. Natriumverbindungen. Das Natrium geht mit Sauer-stoff zwei Verbindungen ein und bildet ein basisches Oxyd, das Natron(NaO == 390,807) und ein neutrales, das Natriumhyperoxyd (N 2 0 3 ).Das Natron bildet die Grundlage der Natriumsauerstoffverbindungenoder Natronsalze (Rales natrici). Mit Schwefel verbindet es sich, demKali ähnlich, (vgl. S. 400) in fünf Verhältnissen, aber nur die niede-rigste, dem Natriumoxyd entsprechende Schwefelungsstufe (Sulfuretumnatricum = NaS) verhält sich als Base und bildet die Grundlage derNatriumschwefelsalze (Sales sulfonatrici), zu denen z. B. das offi-cinelle Goldschwefelzalz gehört. Mit den Haloiden vereinigt sich dasNatrium zu den Natriumhaloidsalzen, zu denen der wichtige Körpergehört, von dem der Name Salz abgeleitet ist, nämlich das Kochsalz.Die Natriumsauerstoffsalze und Natriumhaloidsalze sind meistens inWasser leicht löslich und zwar gewöhnlich leichter als die entsprechendenKalisalze, auch enthalten sie im Allgemeinen viel grössere MengenKrystal!wasser und verwittern an der Luft; die Auflösung wird beimassiger Concentration weder durch Weinsteinsäure, noch durch Pla-tinsolution gefällt. Ueberhaupt ist das Natrium in seinen Verbindungenweniger als jedes andere Metall durch charakteristische lleactionen er-kenntlich, und man schüesst nur auf Natrium, wenn die Beactionenauf Kalium oder Ammoniak nicht vorhanden sind, oder wenn die Auf-lösung des Salzes durch Zusatz von kohlensaurem Kali weder gefällt,noch Ammoniak daraus entbunden wird. Wenn man die Verbindungin fester Form hat, entdeckt man das Natrium darin noch am sicher-sten durch die gelbe Färbung, welche es der äussern Löthrohrflammeertheilt, wenn das Salz auf einem Platindrath der innern Löthrohreflamme ausgesetzt wird. Diese Keaction ist sichtbar, wenn dem Na-triumsalz auch eine grosse Menge eines Kalisalzes beigemengt ist.
NATRIUM CHLORATUM.
NaCl 2 = 733.
Synonyme. Natrum muriaticum Ph. Bor., Chloretum natricum s. so-
(iicum, Murias Sodae, Natrum hydrochlovicum, Sal commun|e s. cu-
linarc. Chlorure de Sodiuni, Mtiriale ou Hydrochlomte de Sonde, Sei commun.
Clilornatrium, Kochsalz, salzsaures Natron.
§ 469. Vorkommen und Eigenschaften. Das Kochsalz komm!in grosser Menge natürlich vor und wird, je nach seinem Ursprünge.Steinsalz, Sal Gemmae, Seesalz, Sal marinum, Soolsalz, Sal Muriae, ge-nannt. Im reinsten Zustande besteht es in 100 Th. aus 40 Natriumund 60 Chlor, und ist demnach, streng genommen, kein Salz, sonderneine binäre Verbindung aus zwei einfachen Elementen. Die für das-selbe auch übliche Benennung salzsaures Natrum, ist davon hergenom-