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1 (1847) Grundriss der pharmaceutischen Chemie und Lehre von der Gewinnungsweise, den Eigenschaften, der Erkennung und Prüfung der pharmaceutisch-chemischen Präparate
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Hyrtrargyrum siilfuraitiin.

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Quecksilber, 104 Tli. Schwefel, 75 Th. Aetzkali und 401) Th. Wasserin ein dadurch nicht ganz angefüllt werdendes Gefäss, verschliesst das-selbe und erhält es in einer fortdauernd schüttelnden Bewegung beieiner Temperatur zwischen 40-—45° C. Nach einiger Zeit ist dasQuecksilber in rothes Schwefelquecksilber verwandelt. — Nach Jh.Martins wird ein Gemenge von 1 Th. Schwefelblüthe und 7 TheilenQuecksilber in einem starken gläsernen Gefäss mit 2— 3 Theilen con-centrirter Schwefelleberlösung übergössen, dass noch I Th. des Glasesleer bleibt, und das Gefäss zwischen Sägespänen recht fest in einemKästchen verpackt und an dem oberen Balken der Säge einer Säge-

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mühle befestigt, wo durch das beständige Schütteln binnender schönste Zinnober gebildet ist.

NachiicftjV/ erhält man auch durch.Digeriren von ammoniakalischemweissen Quecksilberpräcipitat mit Schwefelammoniumflüssigkcit, die mitSchwefel gesättigt ist, in sehr kurzer Zeit einen sehr schönen Zinnober.

Der auf trockenem Wege durch Sublimation gewonnene Zinnoberstellt eine dunkelrothe, glänzende, krystallinisch-strahlige Masse darvon 8,12 spec. Gew.; der präparirte oder auch auf nassem Wege er-haltene erscheint als ein äusserst feines Pulver von angenehmer, feu-rigrother Farbe. Er ist geruch- und geschmacklos, in Wasser, Säurenund alkalischeu Laugen unlöslich, wird aber von Königswasser aufge-löst unter Bildung von Aetzsublimat und Schwefelsäure. In der Hitzeist er vollkommen flüchtig: geschieht die Erhitzung bei Zutritt der Luft,so findet eine theilweise Oxydation des Schwefels zu schwefeliger Säurestatt, und es entweicht gleichzeitig metallisches Quecksilber.

§ 303. Erkennung und Prüfung. Man erkennt das Schwefelquecksilberan seinem Verhalten beim Erhitzen auf der Kohle und in der Glasröhre ohneund mit Soda; auf der Kohle wird es gänzlich verflüchtigt unter Entwicklungvon schwefeliger Säure, ohne einen Beschlag auf der Kohle abzusetzen; in derGlasröhre für sich allein erhitzt, wird es ohne Rückstand sublimirt, mit Sodagemengt und erhitzt liefert es metallisches Quecksilber. — Die gute Beschaffen-heit bedingt:

1. beim Quecksilbermohr

«. dass mit bewaffnetem Auge keine Quecksilberkugeln darin erkannt werden:

b. dass er sich auf der Kohle vor dem Löthrohre vollständig verflüchtige,ohne die Kohle zu beschagen — ein fixer Rückstand würde feuerbeständige Bei-mischungen, ein weisser Beschlag Spiessglanz verrathen;

c. eine vollkommene Unlöslickcit in reiner Salzsäure und Essigsäure, so dasskeine der abfiltrirten sauren Flüssigkeiten durch Schwefelwasserstoffwasser irgendeine Veränderung erleidet — das Gegenthcil würde im ersten Falle beigemengtesOxyd, im zweiten Falle Oxydul zu erkennen geben. — Gänzliche t'nlöslichUcit inSalpetersäure ist eher ein Beweis für die nicht vorschriftsmässige Bereitung aufkaltem Wege, als umgekehrt.

2. beim Zinnober

n. vollständige Verflüchtigung beim Erhitzen auf der Kohle, obue irgend einenBeschlag auf letztere abzusetzen — ein braungelber nach dem Erkalten hellgelberscheinender Beschlag verräth eine Beimengung von rothem Bleioxyd (Mennige)oder auch Chromzinnober (rothes chromsaures Bleioxyd);

/;. vollständige Unlöslichkeit in erwärmter reiner Salzsäure, so dass die ab-

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