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1 (1847) Grundriss der pharmaceutischen Chemie und Lehre von der Gewinnungsweise, den Eigenschaften, der Erkennung und Prüfung der pharmaceutisch-chemischen Präparate
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317
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Graphites

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oxydkali und einer Verbindung von Eisenoxyd mit den gerbstofl'haltigenextractiven ßestandtheilen des rohen Weinstein» bestellen.

GRAPHITES.

Synonyme. Plumbago.

Graphite, Ptombagfne.Wasserski.

Graphit, Rcissblei,

§ 317. Vorkommen und Reinigung. Der Graphit ist ein Er-zeugniss des Mineralreiches, kommt thcils schuppig, theils dicht vor,und wird gewöhnlich in Form von runden oder vierkantigen Stückengeschnitten in den Handel gebracht; er besitzt eine eisenschwarze bisdunkelgraue Farbe, Metallglanz, schwarzen glänzenden Strich, ein spec.Gewicht = 1,825, ist mild anzufühlen, undurchsichtig, widersteht allenAuflösungsmitteln und verbrennt nur äusserst schwer. Der reinsteGraphit, welcher auch allein die nöthige Härte besitzt, um Zeichen-stifte daraus schneiden zu können, ist der englische von Cumberland,doch enthält auch dieser noch 13—15 Procent fremde Gemengtheile(Talk- und Thonerde, Kieselsäure, Eisen-, Mangan- und Kupferoxyd),welche demselben, nachdem er vorher fein gepulvert worden, durchAuskochen mit Salzsäure zum grössten Theil entzogen werden können.Die Kieselsäure, welche sich auf diesem Wege nicht entfernen lässt,muss durch Auskochen des mit Salzsäure erschöpften Pulvers mit einerverdünnten Auflösung von kohlensaurem Natron fortgeschafft werden.—Auch aus dem inländischen, zu weit niedrigerem Preise zu beziehendenGraphit kann auf gleiche Weise ein reines Präparat erzielt werden,nur ist es dann zweckmässig, das Pulver vor der Behandlung mit dengenannten Lösungsmitteln durch Abschlämmen mit Wasser schon zumgrössten Theile von der Gangart zu reinigen.

Der gereinigte Graphit (Graphites depuratus) erscheint als ein dun-kelstahlgraues, metallischglänzendes, mild anzufühlendes Pulver, undist reiner Kohlenstoff, welcher durch seine Dichtigkeit und schwereVerbrennlichkeit unter allen Kohlenstoffarten dem Diamant am näch-sten steht, auch fehlen demselben die die Pflanzen- und Thierkohleauszeichnenden Eigenschaften, Luft zu absorbiren, Farben und Gerüchezu zerstören und Fäulniss zu hindern, so dass die Heilkräfte eines soindifferenten Körpers wohl sehr problematisch sein dürften.

§ 318. Erkennung und Prüfung, Man erkennt den Graphit leicht amäussern Ansehen. — die Reinheit desselben giebt sich kund:

ii. beim Erhitzen auf Kohle vor dem Löthrohrc, wobei es sich nur sehr we-nig vermindert, weder Dampf noch Geruch von sich giebt, und die Kohle nichtbeschlagt — das Gegentheil verräth ein künstliches Produkt aus Schwefelantimon,Schwefelblei u. d. m.;

0. durch vollkommene Unlöslichkeit in erwärmter Salzsaure, so dass die ab-filtrirte saure Flüssigkeit weder beim Uebersättigen mit kohlensaurem Ammoniaknoch bei nachherigem Zumischen von SchwefelwasserstofTwasscr irgend eine Trü-bung erleidet — gcgcnfalls ist das Vraeparat nicht gereinigt.

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