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Ferrum.
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1,1
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Thon u. s. w., in Hohüfen geschichtet und vor dem (lebläse einge-schmolzen. Die Eisenoxyde werden dadurch desoxydirt, das reducirteEisen nimmt aus der glühenden Kohle Kohlenstoß' auf, bildet damiteine neue schmelzbare Verbindung, welche auf die vorhandenen erdi-gen Oxyde desoxydirend wirkt, sich mit dem metallischen Radicaledieser Oxyde verbindet, und in dieser Verbindung als eine leichtschmelzbare Masse, Roh- oder Guss eisen genannt, auf den Grunddes Ofens ahfliesst. Das sich hier ansammelnde flüssige Roheisen wirdvon Zeit zu Zeit abgelassen oder ausgeschöpft, wo es denn ziemlichschnell zu einer spröden Metallmasse von mehr oder weniger weisserFarbe erstarrt. Das so gewonnene Roheisen wird hierauf durch einepartielle Oxydation, die man das Frischen nennt, von dem Kohlenstoffund den genannten Erdmetallen grösstentheils befreit, und so in Frisch-eisen verwandelt, welches durch fortgesetztes Glühen und wiederholtesHämmern vollends gereinigt, dehnbar gemacht und dabei zu Stangenoder Stäben von verschiedenen Dimensionen ausgeschmiedet wird.Dieses so behandelte Eisen, welches nun den Namen Stabeisen oderSchmiedeeisen führt, enthalt nur noch etwa £ Proc. Kohlenstoffnebst Spuren von Kiesel und Phosphor. Roheisen enthält 2£ bis5 Proc. Kohlenstoff, £ bis 3 Proc. Kiesel, | bis 1 Proc. Phosphor, Spu-ren bis 2£ Proc. Mangan. Der Stahl ist ein Kohlenstoffeisen, dessenKohlenstoffgehalt zwischen dem des Roheisens und des Schmiedeeisensmitten inne steht. Im Roheisen findet sich der Kohlenstoff entwederchemisch gebunden (weisses Roheisen, Spiegeleisen) oder zum Theilim Zustande von Graphit mechanisch eingemengt (graues Roheisen).
§ 279. Eigenschaften. Die äusseren in die Sinne fallendenEigenschaften des Eisens sind hinreichend bekannt; das spec. Gewichtdes Stabeisens ist im Durchschnitte 7,0, sein Schmelzpunkt ungefährbei 1500°C, vor dem Schmelzen wird es weich, und lässt sich in die-sem Zustande zusammenschweissen. Es wird vom Magnet angezogen,und kann selbst magnetisch werden. In trockner Luft erleidet blankesEisen keine Veränderung, in feuchter oxydirt es sich langsam, undseine Oberfläche bedeckt sich mit einem gelben Ueberzuge von am-moniakhaltigem Eisenoxydhydrat (Rost). Das beste Mittel, um diesesRosten zu verhindern, besteht darin, dass man es in eine Auflösungvon 1 Theile Aetzkali in 500 Theile Wasser taucht*). In luft- undkohlensäurefreiem Wasser behält das Eisen seinen Metallglanz, inWasser, welches eine Zeitlang mit der Luft in Rerührung gewesen,daher Luft und Kohlensäure eingesogen hat, wird es oxydirt, und alskohlensaures Eisenoxydul aufgelöst. Dieses geht aber bald durch Auf-nahme von noch mehr Sauerstoff aus der Luft zum grössten Theil inunlösliches Eisenoxydhydrat über, und sehlägt sich dann als ein rost-farbenes Pulver (Ocher) nieder. Verdünnte Schwefel-, Salz- und Es-sigsäure lösen das Eisen rasch unter Entwicklung von übelriechendem
*) Das zweckmässigte Mittel, um in pharmaceutischen Laboratorien blank ge-scheuerte eiserne Kessel, während der Zeit, wo sie ni ht gebraucht werden, vordem Roste zu schützen, ist ein Brei aus gerösteter Stärke und Kalilauge, womitiii.-io den Kessel mittelst eines Pinseis überstreicht (Uuni/i).