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Delphi iiium.
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derschlag wird wohl ausgepresst, getrocknet, in der 4—5fachen Mengewasserfreien Alkohols aufgelöst, die Lösung filtrirt, mit Wasser bis zuranfangenden Trübung zersetzt, und hierauf in einem offenen Gefässubei gelinder Wärme verdunstet. Im reinen isolirten Zustande erscheintdas Daturin in geruchlosen, weissen, glänzenden, büschelförmig verei-nigten, nadeiförmigen Krystallen, welche bei vorsichtiger Erhitzung sichunzersetzt sublimiren lassen; es besitzt einen bitterlich-scharfen, ta-backähnlichen Geschmack, erfordert 280 Theile kaltes, 72 Theile ko-chendes Wasser, 3 Weingeist und 21 Aether zur Auflösung. Diewässerige Auflösung reagirt stark alkalisch, wird durch Gallustinkturund Goldlösung weiss, durch Platinlösung nicht gefällt. Durch Salpe-tersäure und Schwefelsäure wird es nicht gefärbt, verdünnte Säurenwerden davon vollkommen neutralisirt und liefern leicht krystailisirbareSalze, welche, wie das reine Daturin selbst, giftig sind, und aufs Augegebracht eine lang anhaltende Erweiterung der Pupille bewirken.
DELPHINIUM.
[Synonyme. Delphinu.ro, Delphium, Delphina, Delphia. Delphinine.
Delphinin.
§ 27G. Vorkommen und Bereitung. Das Delplünin ist einevon LassAgne und Feneulle in den Saamcn von Delphinium Staphis-agria entdeckte Pflanzenbase, welche am zweckmässigsten nach folgen-dem von Couerbe angegebenen Verfahren abgeschieden wird. Graueroder höchstens schwach kastanienbrauner Saamen wird zerstossen, mitkochendem Alkohol von 0,843 erschöpft, der weingeistige Auszug de-stillirt und das zurückbleibende schwärzlichrothe, fettartige, sehr scharfeExtract mit schwefelsaurem Wasser so oft ausgekocht, bis dieses sichnicht mehr merklich färbt oder besser, bis durch Alkali kein Nieder-schlag mehr verursacht wird. Aus dem so erhaltenen Auszuge wirddas Delphinin mit Kali oder Ammoniak im unreinen Zustande niederge-schlagen, darauf in Alkohol gelöst, durch Thierkohle filtrirt und abge-dampft, wodurch man das Delphinin frei von allen unorganischen Sub-stanzea erhält. Will man es chemisch rein darstellen, so löst man esnochmals in schwefelsaurem Wasser auf, filtrirt die hinreichendmit Wasser verdünnte Auflösung, und setzt so lange verdünnte Sal-petersäure hinzu, bis dadurch kein Niederschlag, der aus einer roth-gelben oft ganz schwarzen Materie besteht, mehr dadurch bewirktwird. Man lässt jetzt das Ganze 24 Stunden in Ruhe, wo sich danndie harzige Materie absetzt, decantirt die Flüssigkeit, und zersetzt siemit Kali, das mit vielen Wasser verdünnt ist. Den Niederschlag wäschtman wiederholt mit Wasser, löst ihn in Alkohol, filtrirt und destillirtden Alkohol ab; im Rückstande bleibt eine schwach gelbliche, sehralkalische Materie von harzartigem Ansehen, die man mit Aether be-handelt, welcher das Delphinin auflöst und eine scharfe Materie zu-rücklässt, die Couerbe Staphisagrin nennt. Das Delphinin wird durchVerdampfen des Aethers rein erhalten.
Eigenschaften. Das Delphinin ist fest, schwach, bernsteingelb, durchZerreiben fast weiss werdend, unkrystallisirbar, von unerträglichem