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dann vollständig zersetzt, wenn man sie so lange damiterhitzt, bis auch die überschüssige Schwefelsäure verjagtworden ist; bei niedriger Temperatur werden sie unzer-setzt durch concentrirte Schwefelsäure aufgelöst. Ist dieZersetzung durch Schwefelsäure in der Hitze erfolgt, sokann man aus den erhaltenen schwefelsauren Oxyden dieZusammensetzung der Cyanverbindung berechnen.
Man kann indessen die Zerlegung dieser Doppel-cyanverbindungen wenigstens in sehr vielen Fällen nochauf die Weise bewirken, dafs man eine gewogene Mengedavon, am besten im gepulverten Zustande, mit rauchen-der Salpetersäure in einem Kolben übergiefst, und die-sen, wenn die erste Einwirkung vorüber ist, anhaltenderhitzt, und dann Chlorwasserstoffsäure hinzufügt. DieMetalle, die mit dem Cyan verbunden sind, verwandelnsich in Oxyde. Es ist nöthig, die rauchende Salpeter-säure oder das Königswasser sehr lange mit der Cyanver-bindung zu digeriren, um diese vollständig zu zersetzen.Die Zersetzung geschieht auch bei Anwendung von rau-chender Salpetersäure gewöhnlich unter Entwickelung vonCyanwasserstoffsäure. Aus den erhaltenen Oxyden be-stimmt man die Menge der Metalle, und findet dann diedes Cyans durch den Verlust, wenn die Verbindung keinKrystallisationswasser enthielt.
Die Zersetzung der Cyauverbindungen kann auch invielen Fällen durch Quecksilberoxyd geschehen. Kochtman die Auflösung einer solchen Verbindung, oder wenndiese in Wasser unlöslich ist, das Gemenge der gepulver-ten Verbindung mit Wasser, mit einem Ueberschufs vonQuecksilberoxyd, so oxydirt dieses die mit dem Cyan ver-bundenen Metalle, während das reducirte Quecksilbersich mit dem Cyan zu Cyanquecksilber verbindet und auf-gelöst wird. Ist Eisencyanür oder Eisencyanid in derzur Untersuchung angewandten Verbindung, so wird dasEisen in Eisenoxyd verwandelt und ausgeschieden; um es
indessen vollständig zu fällen, ist eine längere Digestion