Druckschrift 
2 (1834) Die Lehre von den quantitativen chemisch-analytischen Untersuchungen
Entstehung
Seite
524
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

524

mit Genauigkeit und nicht ohne Gefahr untersuchen. Dasie sich bei höherer Temperatur in ihre Elemente zer-setzen, so könnte man wohl auf diese Weise das Verhält-nifs derselben bestimmen; doch lassen sich die Producteder Zersetzung nicht sehr genau sammeln, weil diese voneiner starken Explosion begleitet ist. Bringt man dieseVerbindungen mit Kupfer und Wasser zusammen, so er-hält man Verbindungen von Kupfer mit Chlor oder Jod,während Slickstoffgas frei wird. In diesen entstandenenVerbindungen kann nun die Menge des Chlors oder Jodsmit Genauigkeit bestimmt werden; das sich entwickelndeStickstoffgas wird aufgefangen und dem Volum nach be-stimmt.

Trennung des Stickstoffs von der Kohle,Analyse der Verbindungen des Cyans. — Sein-wichtig sind die Verbindungen der Kohle und des Stick-stoffs, oder des Cyans, mit anderen Substanzen. .Die Un-tersuchung derselben kann auf die Weise geschehen, dafsman die Menge des Metalls mit Genauigkeit bestimmt, undden Gehalt an Cyan durch den Verlust findet. Die mei-sten dieser Verbindungen lassen sich durch Chlorwasser-stoffsäure, unter Entwickelung von Cyanwasserstoffsäure,in Chlormctalle verwandeln. Bestimmt man das Gewichtdes erhaltenen Chlormetalls, so findet man leicht die Zu-sammensetzung des Cyanmetalls, wenn dieses kein Kry-stallisationswasser enthält. '

Ist das Cyan mit Metallen verbunden, die sich durchSchwefelwasserstoffgas aus ihren Auflösungen vollständigals Schwefelmetalle fällen lassen, so kann man auch durchdieses Gas die Zersetzung bewirken, selbst wenn die Cyan-verbindung in Wasser unlöslich ist. Man braucht diesedann nur mit Wasser zu mengen, und durch das Gemengeeinen Strom von Schwefelwasserstoffgas zu leiten; hier-durch wird das Metall in Schwefelmelall verwandelt, undkann seiner Menge nach bestimmt werden. In der vom