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Schwefelwasserstoff-Ammoniak fällen lassen. Die in Was-ser unlöslichen Jodmetalle können durch Glühen mit koh-lensaurem Kali oder Natron zerlegt werden. Bei Behand-lung der geglühten Masse mit Wasser löst sich dann Jod-kalium oder Jodnatrium, so wie das überschüssig ange-wandte kohlensaure Alkali auf, und das Metall bleibtals Oxyd ungelöst zurück, wenn es in der Auflösung deskohlensauren Alkali's unlöslich ist.
Da das Jod mit sehr vielen Metallen Verbindungenbildet, die in Wasser unlöslich sind, so kann man durch 'die Auflösung mehrerer metallischer Oxyde das Jod ausseinen in Wasser auflöslichen Verbindungen fällen, unddann aus der Menge des entstehenden unlöslichen Jod-metalls die Menge des Jods berechnen. Man weifs in-dessen noch nicht mit Genauigkeit, welche Metalloxyd-auflösung sich am besten dazu eignet. Gewöhnlich wen-det man dazu eine salpetersaure Silberoxydauflösung an;man mufs dann mit denselben Vorsichtsmaafsregeln dasJodsilber fällen, und dasselbe nach der Fällung schmel-zen, wie man Chlorsilber zu fällen und zu schmelzenpflegt (S. 147.). — Es ist übrigens zu bemerken, dafsviele in Wasser unlösliche Jodmetalle doch nicht ganzunlöslich darin sind, wenn in demselben sich Salze auf-gelöst befinden.
Trennung des Jods vom Chlor. — Auf eineähnliche Weise, wie Brom von Chlor vermittelst Aelhergetrennt werden kann, kann Jod nicht gut vom Chlorgeschieden werden. Denn wenn die Flüssigkeit, welcheChlorjod enthält, vor dem Schütteln mit Aelher sehr ver-dünnt ist, so enthält nach dem Schütteln der Aelher einmit Jod übersättigtes Chlor, und die wäfsrige Flüssigkeiteine Mengung von Jodsäure und Chlorwasserstoffsäure.
Die gewöhnliche und gewifs bis jetzt noch die be-ste Trennungsart des Jods vom Chlor in den im Wasserauflöslichen Verbindungen ist die, dafs man vermittelsteiner Auflösung von salpetersaurem Silberoxyd aus der