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Rückstand geglüht; es bleiben dann die Basen, welchesich in der borsauren Verbindung befanden, an Schwe-felsäure gebunden zurück.
Trennung der Borsäure von der Kiesel-säure. — Ist in einer Verbindung, neben der Borsäure,auch Kieselsäure enthalten, und läfst sich eine solche Ver-bindung durch Säuren zerlegen, so kann man nach denzuletzt angegebenen Methoden die Quantität beider Säu-ren nur gemeinschaftlich bestimmen. Es kann dann eineneue Menge der Verbindung dazu angewandt werden, umdie Menge der Kieselsäure zu finden. Man zerlegt zudem Ende die Verbindung durch Chlorwasserstoffsäure,wobei die Kieselsäure ungelöst zurückbleibt und ihremGewichte nach bestimmt wird. Es ist indessen besser,die durch Chlorwassersfoffsäure zerlegte Verbindung biszur Trocknifs abzudampfen, die trockne Masse mit Chlor-wasserstoffsäure zu befeuchten, und dann erst, nach Be-handlung der befeuchteten Masse mit Wasser, die Kiesel-säure zu bestimmen.
Enthält eine Verbindung, in der Kieselsäure und Bor-säure sich befinden, noch Wasser, wie z. B. der in derNatur vorkommende Dalolith und Botryolith, so wendetman eine dritte Menge zur Bestimmung des Wasserge-haltes an. Man hat dann nur nöthig, die Verbindung imPlatintiegel zu glühen; aus dem Gewichtsverlust ergiebtsich dann die Menge des Wassers.
Sehr schwierig ist indessen die quantitative Bestim-mung der Borsäure, wenn sie in solchen kieselsäurehalti-gen Verbindungen sich befindet, welche sich nicht durch
Säuren zerlegen lassen.
Die Bestimmung derselben wird
noch schwieriger, wenn die Borsäure dann nur in kleinerMenge vorhanden ist, was gewöhnlich der Fall zu seinpflegt. In der Natur kommt die Borsäure in diesem Zu-stande in den Turmalinen und dem Axinit vor. Bei Un-tersuchung dieser Verbindungen kann man nur ein Resul-tat erhalten, das sich der Wahrheit nähert.