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XL1I. Phosphor.
Bestimmung der Phosphorsäure. — Die Phos-phorsäure kann auf eine ähnliche Weise, wie die Arse-niksäure, quantitativ bestimmt werden, wenn sie in einerFlüssigkeit aufgelöst ist, die, aufser Phosphorsäurc, nurSalpetersäure enthält. Man setzt zu der Auflösung einegenau gewogene Menge reinen, frisch geglühten Bleioxyds,dampft sie darauf bis zur Trocknifs ab, und glüht denRückstand in einer kleinen tarirten Platinschale. DieMenge der trockenen Phosphorsäure findet man dann,wenn man das Gewicht des hinzugesetzten Bleioxyds vondem der geglühten Masse abzieht. — Die Bestimmungder Phosphorsäure erfordert ebenfalls, dafs in der Auf-lösung keine Säure enthalten ist, die mit dem Bleioxydein Salz bildet, welches durch Glühen nicht in reines Blei-oxyd verwandelt wird.
Die quantitative Bestimmung der Phosphorsäure kannauch noch vermittelst metallischen Eisens auf die Weisegeschehen, wie die der Arseniksäure nach Berthier'sMethode, welche S. 265. ausführlich beschrieben ist. DieseMethode hat den Vortheil, dafs sie in mehreren Fällenangewandt werden kann, in welchen die Bestimmung derPhosphorsäure vermittelst Bleioxyd nicht möglich ist; denndie Flüssigkeit kann, bei Anwendung der Methode vonBerthier, nicht blofs Salpetersäure, sondern auch Chlor-wasserstoffsäure, Schwefelsäure und selbst auch feuerbe-ständige Alkalien enthalten. Da die Phosphorsäure nichtwie die Arseniksäure vermittelst Schwefelwasserstoffgasquantitativ bestimmt werden kann, so kann die Methodevon Berthier mehr Anwendung finden bei der Bestim-mung der Phosphorsäure, als bei der der Arseniksäure.Für zwei Theile Phosphorsäure, die man in der Flüssig-keit vermuthet, kann man etwas weniger als einen Theil
Wie bei der Bestimmung
mafallisches Eisen anwenden.