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wie bei den unlöslichen schwefelsauren und selensaurenSalzen (S. 328.).
Bestimmung der schweflichten Säure inschweflichtsauren Verbindungen. — Die Verbin-dungen der schweflichten Säure mit Basen werden ambesten auf die Weise aualysirt, dafs man sie oxydirt, unddadurch in schwefelsaure Salze verwandelt, welche dannnach den Methoden untersucht werden, die oben an-gegeben worden sind. Das Oxydiren dieser Verbindun-gen mufs indessen mit Vorsicht geschehen. Hat man eineconcentrirte Auflösung derselben, so ist es nölhig, diesemit starker Salpetersäure oder Königswasser zu versetzen,und eine längere Digestionshitze anzuwenden, damit dieVerbindung vollständig oxydirt wird. Um jedem Ent-weichen von schweflichtsaurem Gase zuvorzukommen, istes auch gut, die zu oxydirende Auflösung zu erwärmen,bevor man die starke Salpetersäure hinzusetzt; am bestennimmt man hierzu die rauchende Salpetersäure.
Ist indessen die Auflösung der schweflichtsauren Salzeim verdünnten Zustande, oder ist diese Säure im freien Zu-stande in der Flüssigkeit vorhanden, so kann dieselbedurch Salpetersäure nicht gut höher oxydirt werden. Esist dann am besten, durch die Auflösung Chlorgas solange strömen zu lassen, bis die vollständige Oxydationderselben zu Schwefelsäure vollständig erfolgt ist. Es istnothwendig die Flüssigkeit, nachdem sie in der Kälte mitChlorgas gesättigt ist, zu erwärmen, und dann mit demDurchleiten des Chlorgases durch die erwärmte Flüssig-keit fortzufahren. Man fällt diese dann durch die Auf-lösung eines Baryterdesalzes, und berechnet aus der Mengeder Schwefelsäure die der schweflichten Säure.
Wenn man die Verbindungen der schweflichten Säuremit Basen im trocknen Zustande zu untersuchen hat, sooxydirt man sie in einer Flasche, die mit einem Glas-stöpsel verschlossen werden kann, mit rauchender Salpe-tersäure auf die Weise, wie es oben bei der Oxydation