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nachdem sio in wenigem Wasser aufgelöst worden sind,nach einem Zusätze von Chlorwasserstoffsäure, so langevorsichtig kocht, bis man keinen Geruch von Chlor mehrbemerkt, und alle Selcnsäure vollständig in selenichte SäurevervjtjHidelt worden ist, die von der Schwefelsäure auf dieoben angeführte Art getrennt werden kann.
In Salzen, die unlöslich im Wasser und in Säurensind, könnte die Trennung auf ähnliche Weise durch'sKochen mit Chlorwasserstoffsäure geschehen. Da indes-sen in diesen unlöslichen Salzen die Reduction der Sc-lensäure zu selenichter Säure sehr schwierig ist, so ist esbesser, die in Säuren unlösliche Verbindung mit kohlen-saurem Alkali auf die Weise zu schmelzen, wie S. 323.gezeigt worden ist. In der von den entstandenen koh-lensauren unlöslichen Salzen abfiltrirten Flüssigkeit, welcheschwefelsaures, selensaures und überschüssig angewand-tes kohlensaures Alkali enthält, kann durch Chlorwasser-stoffsäure die Selensäure leichter zu selenichter Säure re-ducirt werden.
Trennung der Schwefelsäure von der arse-nichten Säure und der Arseniksäure. — Wenndie Säuren im -freien Zustande oder in Salzen vorkom-men, so wird zu der Auflösung derselben Chlorwasser-stoffsäure hinzugefügt, und dann eine Auflösung von einemBaryterdcsalze zugesetzt. Sind die Salze im Wasser un-löslich, so werden sie durch Chlorwasserstoffsäure, oderin einigen Fällen durch Salpetersäure aufgelöst, und dannzu der verdünnten sauren Auflösung eine Auflösung desBarytcrdesalzes hinzugefügt. Es wird hierdurch nur dieSchwefelsäure als schwefelsaure Baryterde gefällt; die Ba-ryterdesalze der Arseniksäure und der arsenichten Säurebleiben durch die freie Säure aufgelöst. Man bestimmtdie Mengen dieser Säuren alsdann, indem man sie durchSchwefelwasserstoffgas als Schwefelarscnik fällt. Willman diese Säuren nach der Methode von Bcrthier be-stimmen (S. 265.), so lnufs vorher vermittelst verdünn-