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oft das gebildete Selenchlorid durch die Flamme einer klei-nen Spirituslampe weiter nach der Flasche zu treiben.
Die meisten Selenmetalle werden durch Chlorgas soleicht zersetzt, dafs schon nach einer Stunde, wenn derganze Apparat sich mit Chlorgas angefüllt hat, alles Selen,bei einer Quantität der Verbindung von einigen Grammen,vollständig in Chlorselen verwandelt ist. Wenn man durchdie Flamme einer kleinen Spirituslampe das Selenchloridso viel wie möglich von der Kugel weggetrieben hat, undman dann kein neues Selenchlorid sich mehr bilden sieht,ist die Operation beendet. Man läfst alsdaun die Kugelallmälig erkalten; nach dem Erkalten schneidet man denTheil der Röhre mit einer scharfen Feile ab, in welchemnoch Selenchlorid enthalten ist, und läfst ihn in die Fla-sche k fallen, die man dann schnell verschliefst.
Die in der Kugel zurückgebliebenen Chlormetalle wer-den nun ferner nach Methoden analysirt, die früher schonangegeben worden sind. Wenn blofs Blei mit dem Se-len verbunden war, ist es gut, die Glaskugel erst mitdem Chlorblei, und nachher für sich allein zu wägen,wodurch man das Gewicht des Chlorbleies erfährt. BeiGegenwart von Kupfer ist es indessen unnöthig, das Ge-wicht der Chlormetalle zu bestimmen. Enthielt die Ver-bindung Eisen, so findet sich ein Theil des Eisenchloridsbei den nicht flüchtigen Chlormetallen; ein anderer Theildesselben ist mit dem Selenchlorid verflüchtigt worden.
Die Flüssigkeit der Flasche h wird so lange erwärmt,bis das freie Chlor sich verflüchtigt hat; darauf setzt manChlorwasserstoffsäure za derselben, und fällt das Selendurch schweflichtsaures Ammoniak. So leicht es indessenist, das Selen aus einer Auflösung von selenichter Säuredurch schwellichte Säure vollständig zu fällen, so schwie-rig geschieht dies, wenn durch eine Auflösung von Selen-chlorid in Wasser lange Zeit Chlorgas geströmt hat. DieAuflösung von seleuichter Säure färbt sich durch Zusatz