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metalle und in chlorsaure Alkalien. Dasselbe geschiehtauch durch Auflösungen kohlensaurer Alkalien unter Ent-wicklung von Kohlensäuregas, so wie durch Auflösungenanderer starker Basen, doch bilden sich dann oft stattder chlorsauren Salze chlorichtsaure Salze, die mit Chlor-metallen geinengt sind. Auch das Silberoxyd und einigeSalze desselben werden, mit Hülfe des Wassers, vomChlorgase in Chlorsilber und chlorsaures Silberoxyd ver-wandelt; daher bringt reines Chlorgas, das ganz frei vonjeder Spur von Chlorwasserstoffsäure ist, immer einenNiederschlag von Chlorsilber hervor, wenn es durch eineAuflösung von salpetersaurem Silberoxyd geleitet wird.— Vom Ammoniak wird das Chlorgas unter Entwicke-lung von Stickstoffgas absorbirt. Leitet man es durchAuflösungen neutraler Ainmoniaksalze, so bildet es Chlor-stickstoff, der eine ölartige Flüssigkeit darstellt, die beigelinder Erhitzung und bei Berührung mit mehreren brenn-baren Körpern sehr heftig detonirt.
8. Brom.Das Brom bildet bei der gewöhnlichen Temperatureine dunkel rothbraune Flüssigkeit, welche einen eigen-thümlichen unangenehmen Geruch hat, der dem des Chlor-gases ähnlich ist. Es ist bedeutend schwerer als Wasser;sein specifisches Gewicht gegen Wasser ist 2,966. Eskocht bei einer Temperatur von ungefähr -4-50° undverwandelt sich in ein rothbraunes Gas. Bei einer Tem-peratur von —23° bis 24° erstarrt es zu einer krystal-linischen, fast metallisch-glänzenden Masse von bleigrauerFarbe. Mit einer geringen Menge Wasser verbindet essich zu einem krystallinischen Hydrat; durch mehr Was-ser wird es aufgelöst, doch nicht in grofser Menge; dieAuflösung hat eine hyacinthrothe Farbe. Das Brombleicht, wie das Chlor, das Lackmuspapier und anderePflanzenfarben; es verhält sich auch gegen Metalle, sowie gegen Auflösungen reiner und kohlensaurer Alka-