Druckschrift 
1 (1833) Die Lehre von den qualitativen chemisch-analytischen Untersuchungen
Entstehung
Seite
272
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

272

bräunlich, und die schöne grüne ParBe kommt erst nachdem Erkalten zum Vorschein. Das beste Unterscheidungs-merkmal zwischen Vanadin und Chrom vor dem Löthrohrist, dafs in der äufsern Flamme die grüne Perle des Va-nadins in Gelb umgeändert, und bei einem kleineren Zu-sätze der Vanadinverbindung ganz farblos geblasen wer-den kann. — Mit Soda schmilzt die Vanadinsäure zusam-men und zieht sich in die Kohle.

Das Vanadin hat in seinen Verbindungen die meisteAehnlichkeit mit den entsprechenden Verbindungen desUrans, Molybdäns, Wolframs und besonders mit denendes Chroms.

Mit Chrom ist das Vanadin in seinen Verbindungenam leichtesten zu verwechseln. Die Verbindungen beiderfärben Borax und Phosphorsalz vor dem Löthrohr aufdieselbe 'Weise grün; jedoch unterscheiden sich beide vordem Löthrohr, wie so eben angeführt wurde. — Beide,Chrom und Vanadin, geben Säuren, welche roth sind,und geben Salze, die eine gelbe Farbe haben, und derenAuflösungen durch Zusatz einer Säure tief roth w-erden.Indessen behalten die Auflösungen der chromsauren alka-lischen Salze beim Erhitzen ihre Farbe, die der vana-dinsauren werden aber dadurch farblos. Die Chromsäureist im V\ r asser leicht auflöslich, schmeckt scharf sauer;die Vanadinsäure ist im "Wasser, wenn sie nicht zugleichauch Vanadinoxyd enthält, in welchem Falle die Auflö-sung eine grüne Farbe hat, sehr schwer auflöslich, daherdie Auflösung, obgleich sie eine gelbe Farbe hat, ge-schmacklos ist. Die Chromsäure verliert beim GlühenSauerstoff und verwandelt sich in Oxyd, was bei der Va-nadinsäure nicht der Fall ist (S. 267.). — Das Oxyddes Chroms ist grün, in Alkali unauflöslich, oxydirt sichbeim Glühen nicht, und ist im Wasser unauflöslich. DasOxyd des Vanadins ist auch grün, wenn es Vanadinsäure

ent-

«*:,;'.«--:,:,