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1 (1833) Die Lehre von den qualitativen chemisch-analytischen Untersuchungen
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5. Bromsäure.

Die Bromsäure bildet in ihrem wasserhaltigen Zu-stande eine farblose oder schwach röthliche Flüssigkeit,welche zwar, wie die Chlorsäure, vorsichtig bis zur Sy-rupsconsistenz abgedampft, aber nicht destillirt werdenkann, ohne dafs nicht ein Theil davon in Brom und inSauerstoffgas zersetzt wird. Sie röthet das Lackmuspapier,doch wenn es längere Zeit damit in Berührung bleibt,so wird es gebleicht. Durch Chlorwasserstoff säure,Bromwasserstoffsäure, schweflichte Säure unddurch Schwefelwasserstoff wird sie auf ähnlicheWeise wie die Chlorsäure zersetzt. Auch Alkohol undAether zerlegen die Bromsäure sehr schnell und unterstarker Wärmeentwickelung in Brom und in Essigsäure,welche zum Theil mit dem unzersetzten Alkohol Essig-aether bildet.

Die Bromsäure bildet mit einigen Basen, welche mitder Chlorsäure im Wasser auflösliche Salze geben, Ver-bindungen, die schwerlöslich und unlöslich sind. In denAuflösungen der bromsauren Salze entsteht durch eineAuflösung von salpetersaurem Silberoxyd, wenn6ie auch frei von Brommetall sind, ein weifser Nieder-schlag, welcher in Ammoniak auflöslich, und in verdünn-ter Salpetersäure unauflöslich ist; vom Chlorsilber unter-scheidet sich dieser Niederschlag dadurch, dafs er durchEinwirkung des Lichtes fast gar nicht geschwärzt wird,und, wie die bromsauren Salze überhaupt, wenn er mitKohle gemengt ist, beim Erhitzen verpufft.

Eine concentrirte Auflösimg von salpetersauremBleioxyd giebt ebenfalls in den concentrirten Auflösun-gen der bromsauren Salze einen weifsen Niederschlag,welcher aber schon in einer gröfsem Menge Wasser auf-löslich ist.

Die bromsauren Salze werden im festen Zustandeauf ähnliche Weise, wie die chlorsauren Salze, durch's