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1 (1833) Die Lehre von den qualitativen chemisch-analytischen Untersuchungen
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Wenn man die unterschweflichtsauren Salze in festerForm mit Chlorwasserstoffsäure betröpfelt, so entwickeltsich schweflichtsaures Gas unter Brausen, das durch deiiGeruch sehr deutlich wahrgenommen werden kann, wennauch nur eine sehr geringe Menge von dem unterschwef-lichtsauren Salze angewandt worden ist. Geschieht dieBefeuchtung des Salzes durch Chlorwasserstoffsäure aufeinem Silberblech, so wird nach längerer Zeit die Stelledes Silbers, wo die befeuchtete Masse liegt, geschwärzt.

Erhitzt man die unterschweflichtsauren Salze in eineran einem Ende zugeschmolzenen Glasröhre über einerSpirituslampe, so verwandeln sie sich in Schwefelmetallund in ein schwefelsaures Salz; es entwickelt sich zugleich,aui'ser dem Krystallisationswasser des Salzes, noch etwasSchwefelwassersloffgas, und es sublimirt etwas Schwefel.

Vor dem Löthrohre verhalten sich die unterschwef-lichtsauren Salze gegen eine Perle aus Soda und Kiesel-erde, und nach der Behandlung mit Soda auf Kohle inder innern Flamme gegen Silberblech, wie die schwefel-sauren Salze (S. 181.).

Die unterschweflichtsauren Salze zeichnen sich durchihr Verhalten gegen Chlorwasserstoffsäure und gegen meh-rere andere Säuren so aus, dai's sie nicht gut mit ande-ren Salzen verwechselt werden können. Von den unter-schwefelsauren und schweflichtsauren Salzen unterschei-den sie sich dadurch, dafs sie, wie diese, bei der Zer-setzung vermittelst einer Säure schweflichte Säure ent-wickeln,

zugleich aber noch Schwefel abscheiden.

2. Säuren des Selens,ö. Selensäure.

Die Selensäure im wasserhaltigen Zustand ist einefarbenlose Flüssigkeit von ölartiger Consistenz, die biszu 280° C. erhitzt werden kann, ohne sich zu zersetzen.Erhitzt mau sie stärker, so wird sie in Sauerstoff und in

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