Druckschrift 
1 (1833) Die Lehre von den qualitativen chemisch-analytischen Untersuchungen
Entstehung
Seite
160
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

160

Durch Erhitzen mit Kohle kann man es leicht zu metal-lischem Antimon reduciren. Wenn es mit Schwefelanti-mon geschmolzen wird, verbindet es sich leicht mit dem-selben zu einem rothen Glase. In Salpetersäure ist esunlöslich; in Chlorwasserstoffsäure löst es sich auf, doch,wird die Auflösung milchicht, wenn man sie mit Wasserversetzt, indem sich dadurch eine Verbindung von Anti-monoxyd mit Antiuionchlorür ausscheidet. Setzt man soviel verdünnte Säure zu der milchichten Flüssigkeit hinzu,dafs sie klar erscheint, so geben die Reagentien folgendeErscheinungen damit:

Eine Auflösung von Kali giebt einen weifsen Nieder-schlag von Antimonoxyd, der nicht auflöslich im Ueber-schufs des Kali's ist.

Ammoniak verhält sich eben so.

Eine Auflösung von einfach kohlensaurem Kaligleichfalls.

Eine Auflösung von zweifach kohlensauremKali gleichfalls.

Eine Auflösung von kohlensaurem Ammoniakeben so.

Eine Auflösung von phosphorsaurem Natronbildet einen weifsen Niederschlag von phosphorsaurem An-timonoxyd.

Eine Auflösung von Oxalsäure bringt darin einenweifsen Niederschlag von oxalsaurem Antimonoxyd hervor.

Eine Auflösung von Kaliumeisencyanür bewirkteinen weifsen Niederschlag, der in Chlorwasserstoffsäureunauflöslich ist, und daher nicht durch den Wassergehaltdes Fällungsmittels hervorgebracht sein kann.

Eine Auflösung von Kaliumeisencyanid giebtkeinen Niederschlag; nach längerer Zeit entsteht eine ge-ringe Trübung, die durch hinzugesetzte Chlorwasserstoff-säure verschwindet.

Schwefelwasserstoff-Ammoniak bildet einen

ro-