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Zucker oder organische, nicht flüchtige Säuren zu einerQuecksilberoxydauflösung, so wird in derselben durchüberschüssig hinzugethanes Kali sogleich keine Fällungbewirkt, wenn die Auflösung nur wenig Quecksilberoxydenthält; in einer concentrirten Auflösung desselben ent-steht dann ein schmutzig-gelber Niederschlag. In beidenFällen setzt sich jedoch nach längerer Zeit ein schwe-rer schwarzer Niederschlag ab, der sehr viel metallischesQuecksilber enthält. Durch Kochen wird dieser schwarzeNiederschlag gleich hervorgebracht. Dieselben Erschei-nungen sieht man, wenn statt des Kali's eine Auflösungvon kohlensaurem Natron oder kohlensaurem Kali ange-wandt wird. Ohne Zusatz von Alkali würde die Re-duction zu metallischem Quecksilber nicht statt gefundenhaben. Durch Ammoniak entsteht in solchen Quecksil-beroxydauflösungen nur ein weifser Niederschlag, der auchnach längerer Zeit weifs bleibt, und durch's Kochen nurzum Theil eine schwarze Farbe erhält.
Wenn die Quecksilberoxydauflösungen durch die or-ganischen Substanzen dunkel gefärbt sind, z. B. wenn sierothen Wein enthalten, so entstehen in denselben durchAuflösungen von Kali sogleich dunkel gefärbte Nieder-schläge von verschiedenen Farben, die durch's Stehen,oder schneller noch durch Kochen, schwarz werden undmetallisches Quecksilber enthalten. Weifser Wein, derviel Quecksilberchlorid aufgelöst enthält, wird durch Kali-auflösung braunroth gefärbt, ohne dafs sich sogleich einNiederschlag zeigt; erst nach längerer Zeit, oder schnel-ler noch durch Kochen, entsteht dann eine schmutzig-braunrothe, und endlich eine graue Fällung.
Wenn Schwefelwasserstoff-Ammoniak oder Schwe-felwasserstoffwasser im Ueberschufs zu Quecksilberoxyd-auflösungen, die viele organische Substanzen aufgelöstenthalten, gesetzt wird, so entsteht zwar eine Fällungvon schwarzem Schwefelquecksilber, doch ist diese in dendunkelgefärbten Flüssigkeiten gewöhnlich schwer zu be-