WK^^^^^^R
1
8
düngen des Kali's mit Phosphorsäure, Arseniksäure undBorsäure entsteht durch die Auflösung der schwefelsaurenThonerde ein voluminöser Niederschlag, der aus Thon-erde, verbunden mit der Säure des angewandten Kali-salzes, besteht. Sind die Auflösungen dieser Salze sauer,so erhält man Alaunkrystalle, doch bilden sich diese ofterst nach sehr langer Zeit; wenn indessen Schwefelsäurehinzugesetzt wird, so entstehen sie früher. KohlensauresKali und Schwefelkalium müssen durch Chlorwassersloff-säure in Chlorkalium verwandelt werden, um mit schwe-felsaurer Thonerdeauflösung Alaunkrystalle bilden zu kön-nen. — Ueber Chlorsäure bewirkt in den Auflösungender Kalisalze denselben Niederschlag von überchlorsau-rem Kali, wie in der Auflösung des reinen Kali's. — Durchdas Löthrohr erkennt man das Kali in den Kalisalzenauf dieselbe Weise, wie das reine Kali; ein Glas vonBorax, in welchem man reines Nickeloxyd aufgelöst hat,wird durch diese blau gefärbt. Besser erkennt man esaber noch, wenigstens in den meisten Kalisalzen, durchdie violette Färbung der äufsern Flamme, die entsteht,wenn man etwas vom Kalisalze auf Platindraht schmilzt,und die Spitze der innern Flamme auf die geschmolzenePerle leitet. Am besten zeigt sich diese Färbung deräufsern Löthrohrüamme beim Chlorkalium, Bromkaliumund Jodkalium; sie ist bei diesen noch deutlicher alsbeim reinen Kali. Weniger deutlich sieht man sie beimschwefelsauren und kohlensauren Kali, und beim phos-phorsauren und borsauren Kali ist sie noch weniger zubemerken.
Die neutralen auflöslichen Salze des Kali's mit un-organischen Säuren lassen sich meistentheils, ohne eineZersetzung zu erleiden, glühen (beim Ausschlufs der Luftfast alle, aufser das salpetersaure Kali). — Die Auflö-sungen der neutralen Salze lassen theils das Lackmus-papier unverändert, theils bläuen sie das geröthete Lack-muspapier. Schwefelsaures und salpetersaures Kali, sowie Chlorkalium, Bromkalium und Jodkalium, in Wasser
1