Acthy loxy dbydrat. 747
Holzgeist dar, indem man ihn mit Chlorcalcium zusammenbringtund destillirt. Das Methyloxydhydrat wird hierbei von dornChlorcalcium zurückgehalten, während alle übrigen Beimengun-gen sich verflüchtigen; setzt man hierauf Wasser zu, so scheidetdieses das Methyloxydhydrat ab, welches bei abermaliger Destil-lation übergeht, und durch Aetzkalk entwässert wird.
Das Methyloxydhydrat ist eine farblose, dünne Flüssigkeitvon 0,814 specif. Gewicht bei-)-4 0 C.; es siedet bei G0,5°C. undmischt sich mit Wasser in allen Verhältnissen. Es ist leicht ent-zündlich und brennt mit blassblauer Flamme.
Aethyloxydhydrat (Weingeist): C 4 H 6 0 2 .
857. Der Weingeist, auch vorzugsweise Alkohol genannt,entsteht hauptsächlich durch Gährung des Traubenzuckers, dochhat man ihn auch aus ölbildendem Gas (218.) dargestellt, sowiedurch Zersetzung anderer Aethylverbindungen. Der Trauben-zucker (C, 2 H 12 0 Iä ) verwandelt sich in Berührung mit Hefe undWasser, bei mittlerer Temperatur in Alkohol und Kohlensäure,nach der Gleichung:
C 12 H IS O ia = 2(C 4 H,0,) + 4C0 2 .
Die Kohlensäure entweicht in Gasblasen, der Alkohol bleibtmit dem Wasser vermengt, und da er flüchtiger als letzteres ist,so kann er durch theilweise Destillation zum grossen Theil vonihm befreit werden. Das durch wiederholte Eectificationen er-haltene Product enthält noch 10 bis 15-Proc. Wasser, welcheihm durch kohlensaures Kali oder Aetzkalk und abermalige De-stillation entzogen werden können, wodurch der absolute (was-serfreie) Alkohol gewonnen wird.
Der Alkohol ist farblos, dünnflüssig, von angenehmem Ge-ruch und brennendem Geschmack; sein specif. Gewicht ist 0,8095bei 4°C. sein Siedepunkt 78,4° C. Er wird bei — 90" C. nochnicht fest.
Er lässt sich mit Wasser in jedem Verhältniss mischen undzieht beim Stehen an der Luft Wasser an. Die Mischungen vonAlkohol und Wasser besitzen ein um so grösseres speeifischesGewicht, je mehr Wasser sie enthalten, so dass man aus ihrem