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Stearin säure.
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festen Massen, oder Talgarten, mit Kali verseilt, die Seile ausAlkohol krystallisirt und mit einer Säure zersetzt.
Am besten wendet man hierzu Olivenöl an, weil dieses keinebemerkliehe Menge von Stearinsäure enthält. Die abgeschiedeneSäure wird aus kochendem Alkohol umkrystallisirt.
Die Margarinsäure stellt perlmutterglänzende Blättehen dar,welche bei C2°C. schmelzen.
Von den margarinsauren Salzen sind nur die der Alkalienin reinem Wasser löslich; sie sind aber unlöslich in Kochsalz-lösung oder in Kalilauge. Die wässerige Lösung schäumt undscheidet beim Verdünnen mit mehr Wasser zweifach-margarin-saures Alkali aus, wodurch 1 Aeq. Alkali frei wird, welches indem Wasser gelöst bleibt. Die Alkalisalze sind auch in Alkohollöslich, aber unlöslich in Aether. Die Salze der übrigen Metall-oxyde sind in Wasser unlöslich.
Stearinsäure: HO . C 36 H 88 0 3 .
826. Die Stearinsäure, auch Talgsäure genannt, kommthäufig mit der Margarinsäure in den Talgarten vor. Zu ihrerDarstellung wendet man gewöhnlieh Hammelstalgseife an, löstsie in G Thln. warmem Wasser, und versetzt diese Lösung mit40 bis 50 Thln. kaltem Wasser, wodurch sich zweifach-margarin-saures und zweifach-stearinsaures Kali in perlmuttergläuzendenSchuppen abscheiden. Der Absatz wird in siedendem Weingeistgelöst, woraus das zweiiäch-talgsaure Kali, welches schwerer lös-lich ist, zuerst auskrystallisirt. Es wird hierauf durch eine Säurezersetzt.
Die Talgsäure krystallisirt aus Alkohol in fast silberglänzen-den Blättchen, welche bei G9bis70°C. schmelzen. MitAusnahme die-ses hohen Schmelzpunktes und der geringeren Löslichkeit in ver-dünntem Weingeist, unterscheidet sich diese Säure nur wenigvon der Margarinsäure. Ein Gemenge gleicher Theile von Mar-garinsäure und Talgsäure besitzt einen niedrigeren Schmelzpunktals reine Margarinsäure (58°C).
Die gewöhnlichen Stearinkerzen sind ein Gemenge dieserbeiden Säuren. Zu ihrer Darstellung verseift man harte Talg-sorten mit Kalkhydrat und wenig Wasser, zersetzt die unlöslicheKalkseife mit Schwefelsäure, und presst die ausgeschiedenen Säu-ren, ein Gemenge von Margarinsäure, Talgsäure und Oelsäure,anfangs in der Kälte, zuletzt bei 30 bis 40° C. stark aus, wodurchdie bei gewöhnlicher Temperatur flüssige Oelsäure von den festenSäuren getrennt wird. Das beim Auspressen hinterbleibende Ge-