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Cyanursäure.
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leiden sie dieselbe Zersetzung. Bei Ausschluss von Wasserlassen sich die cyansauren Alkalien zum Glühen erhitzen, ohneeine Zersetzung zu erleiden; sie schmelzen hierbei noch unterder Glühhitze.
Das cyansaure Kali erhalt man durch Schmelzen von Cyan-kalium mit Mennige oder Bleioxyd.
Ein sehr merkwürdiges Verhalten zeigt das cyansaure Am-moniak ; hat man dasselbe durch Zusammenbringen der Säuremit trocknem Ammoniakgas, oder durch doppelte Zersetzung voncyansaurem Kali mit schwefelsaurem Ammoniak in wässerigerLösung bereitet, so setzt es sich nach kurzer Zeit beim Erwär-men der Lösung in Harnstoff, C 2 H 4 N 2 0. 2 , um, ein Körper,der dieselbe Zusammensetzung wie das cyansaure Ammonium-oxyd, aber ganz andere Eigenschaften (890.) hat.
Cyanursäure: 3 H O . C 6 N, 0 3 .801. Die dreibasische Cyanursäure, welche dieselbe procentiseheZusammensetzung wie die Cyansaure besitzt, lässt sich als eineVerbindung von 3 Aeq. Cyan mit 3 Aeq. Sauerstoff betrachten. DieCyanursäure bildet sich unter verschiedenen Umständen; sie ent-steht aus der Cyansaure, wenn diese aus der wässerigen Lösungihrer Alkalisalze durch schwache Säuren, z. B. Essigsäure, abge-schieden wird, beim Erhitzen von Harnstoff u. s. w.
Man stellt sie gewöhnlich aus dem Harnstoff dar, indem mandenselben in einer Retorte vorsichtig über seinen Schmelzpunkterhitzt, so lange er Ammoniak entwickelt und bis er in eineweisse, trockne Masse verwandelt ist. Der Rückstand wird inkochender verdünnter Kalilauge gelöst und durch Zusatz vonChlorwasserstoffsäure die Cyanursäure abgeschieden.
Es zerlegen sich hierbei 3 Aeq. Harnstoff nach der Glei-chung:
3 C* H 4 N s O s = C 6 H 3 N 3 O s +3NH 3 .
Die Cyanursäure scheidet sich beim Erkalten ihrer wässerigenLösung in schief rhombischen Säulen ab; sie ist farblos und vonschwach saurem Geschmack. Die Krystalle verwittern an trock-ner Luft und verlieren dabei 21,7 Proc. Wasser. In kaltem Was-ser ist sie sehr schwer löslich, und sie bedarf 24 Thle. kochen-des Wasser zur Lösung.
Erhitzt man das trockne Cyanursäurehydrat, so verwandeltes sich in Cyansäurehydrat, welches überdestillirt.
802. Cyanursäure Salze. Das Cyanursäurehydrat enthält3 Aeq. Wasser, welche ganz oder zum Theil durch Metall-