Chlormetal le.
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Die Ghlormetalle.
262. Eine grosse Anzahl von Metallen verbindet sich di'rectmit Chlorgas. Erhitzt man ein Metall in einem Chlorstrom, soverwandelt es sich leicht und vollständig in ein Chlormetall, wastheils der grossen Verwandtschaft des Chlors zu den Metallen,theils der physikalischen Beschaffenheit der Chlormetalle zuge-schrieben werden muss. Die Chlormetalle sind nämlich alle leichtschmelzbar, und viele von ihnen flüchtig, so dass beim Er-hitzen eines Metalls in einem Strom von Chlorgas immer einefrische Oberfläche des Metalls der Einwirkung des Gases ausge-setzt ist, indem das Chlormetall in dem Maasse, als es sich bildet,entweder durch Schmelzen oder durch Verflüchtigung entferntwird.
Die Chlonnetalle sind durch Hitze allein im Allgemeinennicht zersetzbar, und nur die Verbindungen des Chlors mit Gold,Platin und wahrscheinlich mehreren anderen Metallen der fünftenClasse machen davon eine Ausnahme. Letztere Chlormetalle ver-wandeln sich in hohen Temperaturen in Metalle zurück.
Viele Chlonnetalle lassen sich durch Behandlung der Metallemit Chlorwasscrstoffsäure darstellen, wobei der Wasserstoff durchdas Metall abgeschieden wird:
Fe + H Cl — Fe Cl + H.
Die Metalle der zwei ersten Classen werden besonders leichtauf diese Weise in Chlormetalle verwandelt. Die Metalle dervierten Classe zersetzen dagegen selbst in der Kochhitze dieChlorwasserstoffsäure nicht, aber es bildet sich ein Chlormetall,wenn man zu der Chlorwasserstoffsäure Salpetersäure setzt, d. h.wenn man das Metall mit Königswasser behandelt. MancheMetalle nehmen in diesem Falle mehr Chlor auf, als bei der Be-handlung mit Chlorwasserstoff allein.