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Kohlenstoff.
kann; es scheidet also während des Erkaltens eine gewisse Mengedavon ab, und diese nimmt auch krystallinische Beschaffenheitan. Es bilden sich aber hierbei schwarze, sehr glänzende, häufigziemlich grosse Blättchen, welche keine Aehnlichkeit mit demDiamant besitzen. Diese Art von krystallisirtem Kohlenstoß'führt den Namen Graphit. Die Krystalle des Graphits sindhexagonale Tafeln.
Bringt man einen Diamant zwischen die beiden Kohlenspitzeneiner starken elektrischen Säule, so wird er äusserst stark erhitztund so glühend, dass das Auge den Glanz nicht ertragen kann;beobachtet man ihn alsdann durch ein in der Flamme einer Kerzegeschwärztes Glas, so sieht man, wie er sich aufbläht und inmehrere Stücke vertheilt. Nach dem Erkalten hat derselbe seinAnsehen ganz geändert; er ist grau, metallisch glänzend, undzerreiblich geworden, und gleicht in jeder Beziehung den ausfetten Steinkohlen gewonnenen Coaks. Dieser Versuch zeigt,dass eine hohe Temperatur für das Bestehen des Kohlenstoffs inder Form von Diamant nicht günstig ist, und dass die Bildung desDiamants nicht bei einer sehr hohen Temperatur stattgefundenhaben kann.
81. Auch in der Natur findet man den Kohlenstoff in einervon der des Diamanten abweichenden Form krystallisirt, nämlichals kleine, sehr dünne, metallisch graue Blättchen, die mit demkünstliehen Graphit identisch sind. Diese häufig äusserst kleinenSchüppchen haben sich über einander gelagert, und bilden soglänzende, mit dem Messer leicht schneidbare Massen, welcheauf Papier einen bleigrauen Strich hinterlassen. Dieser Graphitist in dem gewöhnliehen Leben unter dem Namen Reissblei(Wasserblei) bekannt, aus ihm werden die Bleistiitc verfertigt.
Die organischen Körper sind Verbindungen von Kohlenstoff,Wasserstoff', Sauerstoff und Stickstoff; erhitzt man sie hinrei-chend, so entweicht Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff und einTheil des Kohlenstoffs in der Form von flüchtigen Verbindungen,und es bleibt ein Theil des Kohlenstoffs zurück. Dieser besitztje nach der Natur des organischen Körpers ein sehr verschiede-nes Aussehen. Verkohlt man z. B. ein Stück Holz, so ist die zu-rückbleibende Kohle schwarz und zeigt auf dem Bruche dieStructur des Holzes, aus dem sie entstand. Glüht man Zuckeroder einen thierischen Körper, so bleibt eine sehr leichte, aufge-büihte und glänzend schwarze Kohle zurück, an der man diestattgefundene Schmelzung erkennen kann. Nicht die Kohle isthierbei geschmolzen, sondern die organische Substanz, welche bei