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1 (1858) Anorganische Chemie
Entstehung
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67
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Darstellung. G7

man statt der Chlorwasserstoffsäure ein Gemenge von Kochsalzund Schwefelsaure nimmt. Man bringt in einen Kolben 1 Thl.feingepulvertes Manganhyperoxyd, 1 Thl. Kochsalz (Chlornatrium)und 2 Thle. käufliche, conceutrirte Schwefelsäure, die man mitihrem gleichen Gewicht Wasser verdünnt. Das Chlornatrium zer-setzt sich in Berührung mit Schwefelsäure und Wasser in schwe-felsaures Natron und in Chlorwasserstoffsäure.

Clilorna- jNatrium ........ \ .

trium I Chlor . . . ) j Natrium- 1

(Wasser- Chlorwas- (Na . schwefel-

Wasser stoff ... serstoff tron) " saures

(Sauerstoff........) Natron '

Schwefelsäure.................;

NaCl + HO + SO a = Naü . S 0 + HCl.

Die frciwerdende Chlorwasserstoffsäure wirkt auf das Man-ganhyperoxyd, wie wir vorher gesehen haben; es entsteht Chlor-mangan und freies Chlor- Die im Ueberschuss vorhandeneSchwelelsäure zersetzt endlich noch das Chlormangan, wie dasChlornatrium, wodurch wieder Chlorwasserstoffsäure und schwe-felsaures Manganoxydul gebildet wird, so dass die Endproductcder Zersetzung schwefelsaures Natron und schwefelsaures Man-ganoxydul sind, welche in dem Kolben bleiben, und alles Chlordes Chlornatriums entweicht in Gasform.

Die Endzersetzung lässt sich daher durch die Gleichung:

NaCl+ Mn0 2 -f 2 S0 3 =NaO . S 0 3 + MnO . S0 3 + Cldarstellen.

Das Chlor ist in Wasser leichter löslich, als die bis jetzt be-trachteten einfachen Gase; 1 Raumtheil Wasser löst bei 12°C. 2,5Raumtheile Chlor auf, bei 40°C. aber nur 1,36 Raumtheile. Diesegrosse Löslichkeit des Chlors verhindert die Aufbewahrung die-ses Gases über Wasser und macht selbst die Aufsammlung des-selben etwas schwierig. Wenn man indessen schnell verfährtund die Gasleitungsröhre bis in den oberen Theil der Glocketreten lässt, so gelangt man leicht zum Ziel, weil in diesem Falledas Gas nicht länger in Form von Blasen durch die Flüssigkeitgehen muss, und daher der auflösenden Einwirkung weniger aus-gesetzt ist. Ueber Quecksilber kann man Chlor nicht aufsam-meln, weil es sich, selbst bei der gewöhnlichen Temperatur, so-gleich mit diesem Metall verbindet-.

Will man Chlorgas in trockenem Zustande aufsammeln, soverfährt man in folgender Weise: Nachdem man das Gas zuerst

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