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Wasserstoff.
Wasserstoff*).
Aequivalent: H=l.
45. Der Wasserstoff ist ein Gas, und bildet, wie schon seinName andeutet, einen Bestandteil des Wassers. Das Wasserbesteht nämlich aus Wasserstoff und Sauerstoff; es dient in denLaboratorien meistens zur Darstellung des Wasserstoffgases.
Wir haben den Sauerstoff durch Zersetzung mancher Ver-bindungen desselben bei der blossen Einwirkung von Wärme er-halten, wie z. B. aus dem Quecksilberoxyd, dem Mauganhyper-oxyd, oder dem chlorsauren Kali. Ein ähnliches Verfahren führtbei dem Wasserstoff nicht zum Ziel. Durch blosse Einwirkungder Wärme lässt sich das Wasser nicht zersetzen, aber man kannden Wasserstoff durch Zusammenbringen des Wassers mit Kör-pern, welche ihm den Sauerstoff entziehen, freimachen. MehrereMetalle bewirken diese Zersetzung; einige, wie Kalium oder Na-trium, schon in der Kälte, andere, wie Eisen und Zink, beihoher Temperatur.
Bringt man unter eine mit Wasser gefüllte Glasglocke einStückchen Kalium oder Natrium, so steigt es in der Glocke indie Höhe, weil es specitisch leichter als Wasser ist, und unzähligekleine Gasbläschen entwickeln sich auf seiner Oberfläche. DieseGasblasen bestehen aus Wasserstoff, welcher sich oben in derGlocke ansammelt. Das Metall verbindet sich dabei mit dem
Fig. 15.
Sauerstoff und verschwindet rasch; es ent-steht ein Oxyd, welches man durch Verdam-pfen des Wassers in einer Schale erhaltenkann. Um diesen Versuch mit Bequemlichkeitanzustellen, füllt man in einer Quecksilber-wanne eine Glocke mit Quecksilber (Fig. 15) an,lässt in den oberen Theil der Glocke etwasWasser aufsteigen und bringt zuletzt ein StückNatrium hinein, welches man in Fliesspapiereinwickelt, damit es sich nicht mit dem Queck-
*) Das VVasserstofl'gas wurde schon im IGten Jahrhundert von Pa-"racelsus erhalten, aber Cavendish, ein berühmter englischerNaturforscher, lehrte 17GG zuerst seine Ilauptcigenschaften kennen.