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2 (1842) [C - E]
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Excremcnte.

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Excremente oder Darmentleerungen bestehen im Allgemeineneinestheils ans den Ueberresten der Nahrungsmittel, welche währendihres Durchganges durch den Darmkanal nicht aufgenommen wurden,andernlheils aus den Secreten , welche die Schleimhaut und die drüsi-gen mit dem Darmrohr in Verbindung stehenden Organe liefern. IhreZusammensetzung ist daher verschieden, je nach der Beschaffenheit derNahrungsmittel, deren gröfserem oder geringerem Gehalt an unver-daulichen Stoffen und der Natur der letzteren.

Man erhält diese Ueberreste, wenigstens gröfstentheils, wenn mandie Excremente mit Wasser zerreibt und durch Leinwand seiht. Siebestehen in der Regel aus Pflanzenzellgewebe, Epidermis, Horngewebe,Muskelfasern alter Thiere, Sehnen u. s. w.; nicht selten enthalten sieauch noch Fettgewebe, Amjlum und andere assimilirbare Stoffe, diezurückblieben, weil die Nahrungsmittel in iibermäfsiger Quantität auf-genommen und deshalb unvollständig verarbeitet wurden.

Die durchgeseihte Flüssigkeit ist trübe und von graugrüner Farbe;sie lässt beim Stehen einen grofsen Theil von aufgeschwemmten Stoffenfallen. Der oben stehende klarere Theil geht nur langsam durch'sFiltrum und nimmt hierbei, wahrscheinlich durch die Einwirkung derLuft, allmälig eine braune Farbe an. Diese braune Färbung stellt sichnoch rascher ein, wenn man die Lösung verdunstet. Es bedeckt sichhierbei die Oberfläche mit Krystallen von phosphorsaurer Ammoniak-Talkerde. Aus dem nach dem Verdunsten erhaltenen Extract nimmtAlkohol einen mit rothbrauner Farbe löslichen Stoff auf, während einegraubraune Substanz zurückbleibt. Die alkoholische Lösung hinterlässtnach dem Verdunsten eine braune Substanz von bitterem Geschmack,die mit Schwefelsäure behandelt einen harzartigen Niederschlag giebt.(Bilifelliusäure.)

Sättigt man in dem Rückstande nach Entfernung des Gallenharzesdie Schwefelsäure durch Rarjt, verdampft und zieht das Residuum mitAlkohol aus, so nimmt dieser eine extractartige Materie von rothbrau-ner Farbe auf. Diese ist in "Wasser und Alkohol löslich, wird durchSäuren höher roth gefärbt, von Zinn-, Blei- und Silbersalzen, sowievon Gerbsäure fast vollständig gefällt.

Der in Alkohol unlösliche Theil desWasserextractes, welcher, wieoben erwähnt, als graubraune Masse zurückbleibt, besteht aus geron-nenem Schleimstoff, gefärbt durch Gallenpigment.

Der in der wässerigen Lösung aufgeschwemmte Theil der Excre-mente, welcher sich beim Stehen allmälig absetzt, ist sehr schleimig,verstopft die Poren des Filtrums und trocknet darauf zu einer firniss-artigen Masse ein, die in Wasser wieder aufweicht und, namentlichauf Zusatz von Alkali, wieder schleimig wird.

Aether zieht daraus ein grüngefärbtes Fett aus, das zum gröfstenTheil sich verseifen lässt und wenig, in anderen Fällen gar kein Cho-lesterin enthält.

Alkohol zieht eine mit dem Gallenharz übereinkommende Mate-rie aus.

Nach der Extraction mit Aether und Alkohol lässt sich mit Wasseraus den aufgeschwemmten Theilen der Fäcalstoffe eine gelbliche, inBerührung mit der Luft sich schnell dunkler färbende Materie aus-ziehen, die in kurzer Zeit in Fäulniss geräth: frisch bereitet ist siein Alkohol nicht löslich, wird es aber, sobald sie in Zersetzung übergeht;