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Euphotid. — Eupion. 1077
Das Betaharz (auch Euphorbin genannt) erhält man, indem manseine Bleiverbindung wieder in Alkohol auflöst, und das Bleioxyd mitSchwefelsäure ausfällt, worauf es aus der filtrirten Flüssigkeit, durch Was-ser ausgeschieden werden kann. Es bleibt beim Verdunsten seiner wein-geistigen Lösung als glänzender, spröder, farbloser, in dickeren Lagengelhrother Firniss zurück. Es schmeckt bitter, etwas scharf. Alkohol löstes leicht, Aelher schwierig auf. In Kalilauge ist es löslich, aber das Re-sinat wird durch einen Ueberschuss von Kali ausgeschieden. Concen-trirte Salzsäure löst es in der Wärme ziemlich leicht auf, auch in ver-dünnten Säuren ist es etwas löslich. (Buch ner und Herberger).
Das Gammaharz des Euphorbiums erhält man nach FL R o s e, indemman den in Wasser unlöslichen Theil desselben zuerst mit kaltem Alkoholbebandelt, und dann mit siedendem Alkohol auszieht. Aus letzterem schei-det es sich beim Erkalten und freiwilligen Verdunsten in fast weifsen,häutigen, nicht kristallinischen Massen ab. Es ist etwas schwer löslichin Alkohol; die Lösung schmeckt sehr unbedeutend scharf und rölhetnicht Lackmus. Es gebt keine Verbindungen mit Basen ein. Bei derAnalyse dieses Harzes erhielt Rose Zahlen, die mit der Formel C 40 H^gO s nahezu übereinstimmen , wonach es dieselbe Zusammensetzung hätte,wie Belulin. Indessen fand er die Zusammensetzung des von verschiedenenBereitungen herrührenden Harzes nicht immer gleich , indem mehrereAnalysen ihm den Kohlenstoffgehalt um V-fc bis 2 Proc. niedriger gaben,als er nach obiger Formel sejn müsste. Dieses scheint daher zu rühren,dass dieses Harz leicht in eine andere leichler lösliche Modification mitgeringerem Kohlensloffgehalt übergeht. Wenn man nämlich seine Alko-hollösung längere Zeit kocht, so scheidet es sich nicht mehr beim Erkal-ten aus; und diese Fvösung giebt, wenn man sie nach dem Kochen ver-dunstet, eine tcrpenlhinähnliche Masse, die nach lä'ngererer Zeit zum Theilfest und opalartig wird, und die ebenfalls einen geringeren Kohlenstoffgc-halt besitzt 1 ). Sehn.
Euphotid ist der iName einer dem Gabbro (s. d.) verwandtenFelsart, welche aus einem Gemenge von Saussurit (s.d.) undSmaragdit (s. d.) besteht, und zu den massiven, granitartigen Ge-steinen gehört, die von der vulcanisclien Schule als eruptive angesehenwerden. Man hat den Euphotid bisher im Bacher-Gebirge in Steier-mark, an den Ufern des Genfer-See's, am Fufse des Mont Rosa, aufCorsica, zu Easton in Pcnnsylvanien und an noch einigen anderen Orten
Th.S.Eupion, von Reichenbach entdeckt. Formel: C 5 H ls .Zusammensetzung (Hess);
Berechnet. Gefunden.5 At. Kohlenstoff . . . 382,0 83,62 83,5712 >. Wasserstoff . . 74,9 16,38 16,41
gefunden.
456,9 100,00 99,98
Es wird aus dem Thcer von der trockenen Destillation organischerSubstanzen , am leichtesten und reinsten aus den Deslillationsproduclendes Rüböls erhalten; ist nach Hess ursprünglich kein Beslandlheil derBrandöle, sondern wird eist durch Einwirkung der Schwefelsäure auf
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') Vergl. Hose in Pogg. Ann. Bd. XXXIII. und LIII.