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2 (1842) [C - E]
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Cämentation.

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stein ist eigentlich nicht unbedingt nolhwendig, allein das feine Pulverdesselben füllt die Zwischenräume zwischen den Sandkörnern aus, daherein blofs mit Sand bereitetes Cäment sehr porös ist. Anstatt des Kalk-steins kann man sich aber, nach Heeren's Versuchen, mit dem bestenErfolge des beim Bearbeiten von Sandstein abfallenden Staubes bedie-nen. Was das Verhältniss der Substanzen anbetrifft, so ergab die Ana-lyse eines englischen Mastic- Cä'ments, wie es in Hamburg verbrauchtwird: 35 Proc. Sand, 62 Proc. Kalkstein und 3 Proc. Bleiglätte. BeiVersuchen, dieses Cäment nachzumachen, fand Heeren, dass eine Ab-änderung der Mengenverhältnisse dieser Substanzen auf die Qualität de«Products von keinem grofsen Einfluss ist; zu viel Kalkstein vermindert dieHärte, zu wenig bewirkt Porosität. Die härteste, feinste und schönst«Masse gab ein Gemenge von blofsem Sandsteinpulver mit 10 bis 12 Proc,Bleiglätte, wiewohl dasselbe für die Anwendung im Grofsen zu theuerse_yn würde.

Auf 100 Thle. einer solchen Mischung kommen etwa 7 Tille. Leinöl,welches je älter, um so besser ist, daher Leinölfirniss sich am bestendazu eignet. Man mengt das Ganze recht sorgfältig, wobei es die Con-sistenz eines feuchten Sandes annimmt. Vor der weitern Anwendungwird es in Formen, eingestampft oder gepresst, wodurch sich sein Zu-sammenhang vermehrt, so dass es sich leichter verarbeiten lässt. Flä-chen, welche man mit diesem Cäment bekleiden will, müssen zuvor ge-reinigt und mit Leinöl oder Leinölfirniss überstrichen werden. Auch zumAusfugen oder Ergänzen abgestofsener Stellen hat man sich dieser Mi-schung mit dem besten Erfolge bedient, und ihre Fähigkeit, den Zutrittdes Wassers abzuhalten, welche aufserordentlich grofs ist, macht sie umso schätzbarer.

2) Asphalt-Cäment, Asphaltkitt (Mastic litumineux) , eine inneuerer Zeit besonders in Frankreich als ein wasserdichtes Material zurHerstellung von Trottoirs, zur Bedeckung von Terrassen und Dächern,zum Auskleiden von Wasserreservoirs u. s. w. in Anwendung gekom-mene Masse. Es kommt nämlich an mehren Orten, z. B. zu Seyssel imDepartement de l'Ain und zu Lobsann im Departement des Niederrheins,ein von Asphalt durchdrungener Kalkstein vor, welchen man trocknet,pulvert und in einem Kessel heifs macht, worauf ihm V 5 seines Gewichtsan reinem Asphalt hinzugesetzt, und das gleichförmige Gemenge in For-men gegossen wird, worauf es in den Handel kommt. Bei der Anwen-dung dieses Cäments wird es durch Erwärmen flüssig gemacht, und mitgrobkörnigem Sand vermischt, so dass sich das Ganze auf die zu bede-ckende Fläche ausgiefsen lässt. Auch in Deutschland hat man von die-sem Cäment Anwendung gemacht, wiewohl neuerlich dem Asphalt häu-fig Sleinkohlentheer substituirt worden ist. Pi.

Cämentation, Cämentiren. Man versteht hierunter den Vor-gang , wo unter dem Einfluss einer höhern Temperatur ein fester Kör-per einen andern festen , ohne dass einer von ihnen liquid oder gasför-mig wird, so durchdringt, dass eine chemische Vereinigung oder Einwir-kung vor sich geht. Diese Art der Vereinigung ist bis jetzt hauptsäch-lich bei der Bildung des Kohlenstoff-Eisens beobachtet worden, nament-lich bei der Art der Bildung des Stahls, wobei Stabeisen längere Zeitzwischen Kohlenpulver geglüht und dabei durch seine Ganze Masse hin-

H

jpnlver gegdurch von Kohle durchdrungen

wird. Die Erklärung des Vorgangs