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8 (1861) [Soda - Tzinacancuittaquahuitt]
Entstehung
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1046
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1046 Turmalin, künstlicher. — Turner's Gelb.

dem Löthrohre schwor und mit schwachem Anschwellen zu grauen oderbräunlichen Schlacken und sintern im Ofenfeuer stark zu dunkelbraunenMassen; die grünen werden vor dem Löthrohre weiss, opak, schmelzenan sehr dünnen Kanten zu einem feinblasigen Email und geben imTiegel porcellanartige Massen ohne Schmelzung; nur der grüne Tur-malin aus Brasilien und der von Chesterfield in Massachusetts blähtsich vor dem Löthrohre auf, giebt theilweise eine graugelbe Schlacketheilweise eine ungeschmolzene violettgrüne Masse, sintert im Tiegelstark, wird undurchsichtig und bräunlich ; die Mangan-Turmaline blätternsich meist vor dem Löthrohre auf, werden weiss und undurchsichtig,im Tiegel ebenso, zuweilen mit schwachem Zusammensintern. In star-ker Rothglühhitze erleidet jeder Turmalin einen mehrere Procente be-tragenden Gewichtsverlust, herrührend von dem Entweichen von Fluor-silicium, vielleicht auch von Fluorbor. Viele Turmaline (die meistenMagnesia und Eisen enthaltenden) schwellen dabei zu sehr porösenMassen auf, andere (die Lithion enthaltenden) werden emailartig. Erstnach dieser Veränderung lässt sich ihr Pulver durch Fluorwasserstoff-säure zersetzen, während diese auf den ursprünglichen Turmalin sehrwenig einwirkt, andere Säuren ihn aber noch weniger angreifen. NachF. v. Kobell wird das Pulver von Schwefelsäure vor dem Schmelzenunvollkommen nach demselben fast vollkommen zersetzt. R. Her-mann x ), welcher die Turmaline als Schörl Achroit undRubellit unter-schied, wollte auch Kohlensäure gefunden haben, was aber nach C. Ram-melsberg nicht der Fall ist. K.

Turmalin, künstlicher, hat man das schwefelsaure Jod-chinin (Herapatit von Haidinger) wegen seiner optischen Eigenschaf-ten genannt Q>. 2. Aufl. Bd. II, 2, S. 1031).

Tur malinfels, Turmalinschiefer, Schörlfels, Schörl-schiefer. Turmalin und Quarz finden sich in ähnlicher Weise wieGlimmer und Quarz im Gemenge mit einander als Gebirgsart und er-geben so den Turmalinfels undTurmalinschiefer ; jener ist ein krystalli-nisch-körniges Gemenge, worin auch noch Feldspathkrystalle vorkommen,in diesen wechseln nadeiförmiger bis körniger Turmalin und körnigerQuarz lagenweise mit einander. Sie gehen durch Aufnahme von Glim-mer in Glimmerschiefer, oder von Feldspath in Gneis über, wie dasTurmalinfels genannte Gemenge in Turmalingranit. K.

lurmerie, der englische Name für Curcuma.

iurnbull S' Blau, eine dem reinen Berlinerblau ähnlicheFarbe, ist wesentlich Eisenferridcyanür, und wird durchFällen vonEisenvitriol mit rothem Blutlaugensalz in kalter Lösung erhalten (s.Bd. III, S. 57).

lurnerit, Spinthes., Pictit, von Mont Sorel im Dauphine,nach Children 2 ) ein Silicat von Thonerde, Kalk, Magnesia und Eisen-oxyd, x.

Turner's Gelb, Patentgelb, Mineralgelb, Englisch-

1) Journ. f. prakt. Chem. Bd. XXXV, S. 232.

2 ) Annal. of phil. T. XVIII, p. 341.