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Torf.
beträgt 15Fuss und seine Höhe 4 Fuss. Er ruht auf einer ausgemauer-ten Vertiefung (1 Fuss tief), über welcher sich ein Eisengitter zum Auf-schichten des zu verkohlenden Torfes befindet und ist durch einen mit-telst Kette aufziehbaren Eisenblechdeckel oben geschlossen. ZurErzeugung der Feuerluft befindet sich neben dem Verkohlungsofen —undist mit ihm durch einen Canal verbunden — ein kleiner Ofen mit einerArt Pultfeuerung, deren Feuerfläche kaum 2 Quadratfuss beträgt. DieFeuerung mündet oben in den grossen Ofen. An diesem letzteren sindverschliessbare Röhren angebracht, durch welche man den Gang derVerkohlung beobachten und reguliren kann. Die Destillationsproducteetc. gelangen in den Raum unter dem Eisengitter und ziehen hier durchein weites Rohr unter Mitwirkung eines kleinen Exhaustors ab. — DerVerkohlungsofen fasst über 500 Cubikfuss Torf, welcher — um einedichte und feste Kohle zu erhalten — nur langsam verkohlt wird. DieVerkohlung dauert 18 bis 24 Stunden und die Abkühlung des Ofens nochweitere 12 bis 18 Stunden. Der Verbrauch an Brennmaterial beläuft sichauf circa 3 x /2 Centner Torf- oder Holzabfälle. Die Füllung des Ofensführen zwei Mann in einem'Tage und seine Entleerung in 1 / 2 Tage aus.Die Zusammensetzung der Torfkohlen ist von der Beschaffenheitdes zu ihrer Bereitung dienenden Torfes sowie von letzterer selbst ab-hängig. Die nachstehenden Analysen geben die Zusammensetzung ver-schiedener Arten von Torfkohle an. Nr. 1 bis 3 sind Analysen vonFaisst 1 ). Dieser Torf war sehr unvollständig verkohlt angeblich mitüberhitzten Wasserdämpfen; er brannte noch mit Flamme. Nr. 4 einesolche von B a e r 2 ):
Nummer
Wasser
Asche
Kohlen-
Wasser- j
Sauerstoffund
Zur
Verbrennungvon 100 Kohle
stoff
Stoff
Stickstoff
nöthigerSauerstoff
1
2
4,906,94
6,49
10,33
67,5461,39
4,394,02
16,6817,32
198,54178,56
34
0,185,28
9,432,80*
71,2078,42*
3,854,01*
9,34
14,77*
211,32
* Getrocknet.
Nach den Versuchen von Herberger u. A. s ) besitzt die Torf-kohle das Vermögen gleich den übrigen Kohlenarten Farbstoffe inziemlich bedeutender Menge zu absorbiren, und zwar sollen o Thle.derselben bei Entfärbung des Rohzuckers so viel leisten wie 4 Thle.Knochenkohle. — Ueber ihre sonstigen Eigenschaften vergl. Bd. IV,S. 448.
Wir haben erwähnt, dass der Torf gleich jeder Ackererde diepflanzlichen Nährstoffe ihren wässerigen Lösungen entziehe und sie inphysikalischer Bindung zurückhalte. Er besitzt diese Eigenschaft insehr hohem Grade und vermag ausserdem noch eine bedeutende Menge
1) Dingl. polvt. Journ. Bd. CXXXV, S. 461. — 2) Archiv f. Pharmac. [2.]Bd. LXI, S. 1; Bd. LXII, S. 119; Giessen. Jahresb. 1850, S. 688. — 3) Jahresb.f. prakt. Pharm. Bd. III, S. 77; Dingl. polyt. Journ. Bd. CXIX, S. 417.