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966 Torf.
leistet bei den drei Pressen eine Dampfmaschine. Die Gesammtkraftzur Bewegung einer Presse dürfte 12 bis 15 Pferdekräfte betragen. Der
Fig. 94.
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Raum iü, welcher die Toiiinengen für einen Soden fasst, füllt sich ausC beim Zurückgehen des Stempels P. Als Widerstand beim Pressenselbst dienen die schon fertigen theils in der Presse theils in der RinneS befindlichen Torfsoden Ä". Durch Niederdrücken des Deckels D derPresse mittelst der Schraube T wird der Widerstand der zurückweichen-den Tori'stücke iL noch vermehrt. Von Zeit zu Zeit entfernt man ausder Rinne S die Torfstücke so weit, als sie zum Widerstandleistenbeim Stosse nicht mehr notliwendig sind. Der Stempel einer Presse sollin einer Minute 40 Stösse ausüben; durch verschiedene eintretendeStörungen beim Gange der Presse macht er jedoch beim Arbeitenweniger.
Im Ganzen befinden sich in Haspelmoor vier Pressen, drei davonarbeiten beständig; die vierte dient als Rerserve.
Eine ähnliche Methode wie die Exter'sche Hess sich Gwynnein England patentiren. Das Torfwerk zu Kolbermoor bei Aibling(Bayern) und das zu Neustadt a. R. (Hannover) sind mit einigen Ab-weichungen nach Plan der Haspelmoorer Anstalt angelegt.
Die Methode der Verdichtung des Torfes durch Wa 1 z e n ist we-niger ausgebildet und von wirklichen Erfolgen der auf solche Weisearbeitenden Torfanstalten hat bis jetzt nichts verlautet. Sehr beachtens-werth jedoch in dieser Beziehung ist das von Schenk zu Schweins-berg in seinem Schriftchen — die rationelle Torfverwerthung —S. 58 u. ff. vorgeschlagene Verfahren.
V r on Kraut 1 ") besitzen wir Analysen (Nro. 1 bis 4) mehrerer nachverschiedenen Methoden verdichteten Torfarten; Wagner 2 ) untersuchteden Presstorf von Kolbermoor (Nro. 5). —
x ) Kraut, Landw. Jahresb. v. Henneb. für 1856 bis 1861, S. 200; Dingl. polyt,Journ. Bd. CLI, S. 112. —
2 ) Wagner, Bayer. Kunst- u. Gewerbebl. 1860, S. 616. —