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8 (1861) [Soda - Tzinacancuittaquahuitt]
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916
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916 Toluylsäure.

Zarte weisse Blättchen oder Nadeln, welche sich schwer in Wasser,leicht in Alkohol oder Aether lösen.

Nitrotoluylsäure.

Formel: HO. C 1G n a (N0 4 ) 0 3 (Noad). Sie bildet sich leicht ausToluylsäure'beim Kochen mit concentrirter Salpetersäure. Auch kannsie unmittelbar aus Cymol durch Kochen mit möglichst concentrirterSalpetersäure erhalten worden. Die Einwirkung ist hierbei äusserstheftig und man muss das Cymol allmälig zu der Salpetersäure setzen,und hierauf so lange destilliren, als noch rothe Dämpfe sich entwickeln.Man verdünnt endlich mit Wasser, wäscht den Niederschlag damit abund digerirt ihn mit Ammoniak, welches eine kleine Menge Oel unge-löst zurücklässt. Das gelöste Ammoniaksalz wird mit verdünnter Salz-säure zerlegt, die ausgeschiedene Nitrotoluylsäure mit kaltem Wasserabgewaschen und aus kochendem Alkohol umkrystallisirt.

Die Säure bildet schöne rhombische Prismen von blassgelber Farbe.

Bei der Behandlung mit Schwefelammonium oder Essigsäure undEisen verwandelt sie sich in To luaminsäure:

Cu S 7 (NO^ + 6H = ft-,g L gg^)0« j + 4BO.

Nitrotoluylsäure Toluaminsäure

Von nitrotoluylsauren Salzen sind folgende beschrieben:

Nitrotoluylsaures Aethyloxyd: C 4 H 5 0 . C 1G B e (N0 4 ) 0 3 .Durch Sättigen der alkoholischen Lösung der Säure mit trockener Salz-säure, Kochen und Zusatz von Wasser, wurde es als ein schnell festwerdendes Oel gefällt. Durch Umkrystallisiren aus Alkohol erhältman lichtgelbe Krystalle von angenehmem Geruch, die schon im Wasser-bad schmelzen und langsam wieder zu strahligen Krystallen erstarren.

Nitrotoluylsaures Ammoniumoxyd krystallisirt in langenNadeln, verliert aber leicht einen Theil seines Ammoniaks; beim Ko-chen mit Thierkohle giebt es seinen ganzen Ammoniakgchalt (?) ab.

NitrotoluyTs aurer B aryt, BaO . C 16 B 6 (N0 4 ) 0 3 , wird durchdoppelte Zersetzung als weisser käsiger Niederschlag erhalten, welchersich reichlich in siedendem Wasser löst und beim Abkühlen in stern-förmig vereinten Krystallen anschiesst. In kaltem Wasser ist es sehrwenig löslich.

Nitrotoluylsaures Kali ist sehr löslich und schwierig krystalli-sirbar.

Nitrotoluylsaurer Kalk, CaO . C 1G B G (N 0 4 ) 0 3 , durch dop-pelte' Zersetzung als weisse Krystallmasse erhalten, ist in Wasser lös-licher als das Barytsalz und krystallisirt aus der wässerigen Lösung alsein Haufwerk von schiefen rhombischen Säulen.

Nitrotoluylsaures Methyloxyd, C 2 H 3 0 . C le B c (N0 4 ) 0 3 ,wird wie der entsprechende Aethyläther erhalten; da aber schwarzeschmierige Producte sich beimengen können, so muss es in diesem Fallzur Reinigung in starker Salpetersäure gelöst, damit einige Zeit ge-kocht werden, worauf es durch Wasser in gelben Oeltropfen gefälltwird, die bald krystallinisch erstarren. In ganz reinem Zustande, wieman es durch Destillation mit Wasser erhält, ist es farblos. In Aetherist es leicht löslich.

Nitrotoluylsaures Silberoxyd, Ag O . C la B G (N0 4 ) 0 3 ,