Titrirmethode.
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Antimonoxyd. Das Antimonoxyd in alkalischer Lösung ent-färbt die Jodstärke wie arsenige Säure. Mit Hülfe weinsteinsaurer.Salze kann man jedes Antimonoxydsalz in Lösung bringen. Das freieAlkali darf aber nur doppelt-kohlensaures Natron sein. Man löst alsodas Antimonoxyd oder seine Salze in freier Weinsteinsäure, und setztdann doppelt - kohlensaures Natron zu bis die Flüssigkeit auf rothesLackmuspapier schwach alkalisch wirkt, dann Chlorzinkstärke, undmisst das Antimonoxyd mit i/^ Jodlösung bis die blaue Farbe ein-tritt. 1 Cubikcentimeter = 0,0061 Grm. Antimonmetall oder gleich0,0073 Grm. Antimonoxyd. (M. T. S. 261.)
Schwefelantimon kann mit starker Salzsäure durch Kochen zer-setzt werden, bis kein Schwefelwasserstoff mehr entweicht. Man setztnun ein weinsteinsaures Salz und doppelt-kohlensaures Natron zu, undverfährt wie oben.
Arsenige Säure. Man bringt die arsenige Säure durch Kochenmit einfach-kohlensaurem Natron in Lösung, setzt Stärke zu, und misstmit y i0 Jod auf blau:
1 Cubikcentimeter := 0,00495 Grm. arseniger Säure. (M. T. S. 261.)
Baryt. Aetzender Baryt, Barythydratkrystalle kann.ohne Wei-teres mit Normalsalpetersäure gemessen werden; kohlensaurer Barytwird mit einer bestimmten und überschüssigen Menge Normalsalpeter-säure gelöst und der Rest der Säure mit Normalalkali zurückgemessen.(M. T. S. 84.)
Barytsalze, wenn keine andere fällbare Substanz vorhanden ist,können mit kohlensauren) Ammoniak kochend gefällt, der kohlensaureBaryt nach dem Auswaschen ebenso bestimmt werden.
Baryt in löslichen Salzen kann direct mit 1 /i 0 einfach-chromsauremKali gemessen werden. Diese Lösung wird aus 9,735 Grm. einfach-chrornsauren Kali zu 1 Liter gelöst bereitet. Die Lösung des Baryt-salzes muss neutral sein, was immer durch kohlensaures Natron geschehenkann. Man bringt die Lösung zum Kochen und lässt die chromsaureKalilösung aus der Blasebürette einlaufen. Durch das Kochen scheidetsich der chromsaure Baryt leicht ab, der zwar in freier Salpetersäureaber nicht in neutralen Flüssigkeiten löslich ist. Lange Zeit kann manvon der klaren Flüssigkeit auf ein Uhrglas etwas ausgiessen und hiereinen Tropfen Chromlösung zusetzen, um zu sehen ob noch ein Nie-derschlag entsteht. Gegen Ende lässt man die heisse Flüssigkeit et-was absetzen, und erkennt im durchscheinenden Tageslicht, ob sie einenleichten Stich ins Gelbe hat, womit die Operation beendigt ist. Beider grossen färbenden Kraft der chromsauren Salze ist dieser lieber-schuss ganz unbedeutend.
Es ist diese Methode eine erweiterte Anwendung des von Hob.Wildenstein *) zur Bestimmung der Schwefelsäure angegebenenVerfahrens.
Der Baryt kann auf diese Weise bestimmt werden, selbst wennKalk und Strontian vorhanden sind, deren chromäaure Salze in Wasserweit löslicher sind.
Blei. Bleioxyd, reines und kohlensaures, lässt sich alkalimetrischbestimmen, wenn man es in einer gemessenen etwas überschüssigenMenge von Normalsalpetersäure löst, bei nicht völliger Klarheit der
*) Fresenius, Zeitschrift für analyt. Chemie Bd. I, S. 323.