ä
4
|M
612
Tetrathionsäure. — Texasit.
Tetrathionsäure s. unter Schwefelsäure, Bd. VII,
S. 629.
Tetren, syn. Butylen (s. Bd. II, 2, S. 586).
Tetryl, syn. Butyl (s. 2. Aufl. Bd. II, 2, S. 577).
Tetrylamin, Tetrylammoniak, syn. Butyl-amin (s. 2. Aufl. Bd. II, 2, S. 583).
Tetrylen, syn. Butylen (s. Bd. II, 2, S. 586).
reucrium. Das Kraut verschiedener hierher gehörenden Pflan-zen ist früher officinell gewesen und zeichnet sich durch einen bitterenGeschmack aus. T. CharnaedrysLt. enthält, nach Fleurot J ), einen solchenharzigen Bitterstoff. T. Marum enthält, nach Bley' 2 ), namentlich Pflan-zenschleim, etwas ätherisches Oel und Bitterstoff. T. Polium soll inGriechenland gegen Schlangenbiss angewandt werden (Landerer 3 ).T. Scordium L. soll einen Bitterstoff enthalten, den Winckler 4 ) ahweisses Pulver erhielt, das sich wenig in Wasser besser in Aether, amleichtesten in Alkohol löst.
Teufelsdreck, syn. Asa foetida (s. 2. Aufl. Bd. II,1, S. 336).
Teutlose nennt Michaelis 5 ) eine nach ihm der Glucoseähnliche Zuckerart, welche sich wie er meint unter gewissen Umstän-den in dem Rübensafte finden soll. Michaelis nimmt nämlich an,dass der aus dem Rohrzucker der Rüben besonders bei saurer Beschaffen-heit entstehende Zucker, der zum Theil optisch indifferent ist zumTheil aber auch links polarisirt, verschieden sei von Fruchtzucker; ernennt die beiden aus Rübenzucker entstehenden optisch unter einanderverschiedenen Zuckerarten wegen ihres Vorkommens (zsvzXov , dieZuckerrübe) Teutlose. Die Gegenwart solcher optisch vom Rohrzuckerverschiedenen Zuckerarten, mag es nun Glucose oder eine eigenthüm-liche Zuckerart Teutlose sein, erklärt den Umstand, dass solcher roherRübensaft weniger stark polarisirt, als wenn er geschieden ist beson-ders mit Zusatz von Chlorcalcium (s. unter Traubenzucker, Anhang,Leonlose). Fe.
Texalith, syn. Brucit.
Texasit, Nickelsmaragd, Emerald-Nickel; 3NiO.C0 2-f- 6HO oder 2 (Ni 0.3 HO) -f- NiO.C0 2 nach den Analysen vonB. Silliman 6 ), Smith und G. J. Brush 7 ) von Texas in Pensylvanien,woselbst es, auf Chromeisenerz vorkommend, dünne, zum Theil nieren-förmige unkrystallinische Ueberzüge von smaragdgrüner Farbe bildet.Es ist glasartig glänzend, mehr oder weniger durchscheinend bis durch-sichtig, sehr spröde und zerbrechlich, hat die Härte = 3,0 bis 3,5,und das specif. Gewicht = 2,57 bis 2,7. Im Glaskolben erhitzt giebt
x ) Journ. de chira. et de me'd. 1829, T. V, p. 436. — 2 ) Trommsd. N. Joum.Bd. XIV, 2, S. 83. — 8) Buchn. Eepert. Bd. XCII, S. 246. — *) Ebendas.Bd. XXXVIII, S. 252. — 6) Journ. f. prakt. Chem. Bd. LXXIV, S. 397. — 6 ) Sillim.Americ. Journ. T. VI, p. 248; T. XI, p. 407; Pogg. Annal. Bd. LXXIII, S. 154.— 7 ) Ebend. Bd. XVI, S. 52.