1004 Smaragd. — Smelit.
staudenförmig, traubig, nierenförmig, derb, eingesprengt, mit krystalli-nisch körniger Absonderung, bis dicht. Spuren von Spaltungsflächennach O und oo O co ; Bruch uneben. Zinnweiss bis stahlgrau, dunkel-grau oder bunt angelaufen; metallisch glänzend, undurchsichtig; Strichgraulichschwarz; Härte = 5,5; spröde, speeif. Gewicht = 6,3 bis 6,8.Mehrfache Analysen haben die Formel Co As ergeben, wobei oft etwasNickel und Eisen einen Theil des Kobalts vertritt. Im Glaskolben er-hitzt, giebt der Smaltit ein Sublimat arseniger Säure; vor dem Löth-rohr auf Kohle schmilzt er leicht zu einer weissen oder grauen magne-tischen Kugel, Arsenikgeruch entwickelnd; in erwärmter Salpeter-säure ist er auflöslich, die Lösung hat eine rothe Farbe. Eisen ent-haltende Vorkommnisse des Smaltit sind Eisenkobalterz und Eisen-kobaltkies genannt worden. K.
Smaragd s. Beryll.
Smaragderde, weniger gebräuchliches Synonym für Beryll-erde.
Smaragdlt; Strahlstein, körniger, ist Smaragd- oder gras-grüner oder ähnlich hellgrün gefärbter Strahlstein oder Amphibol, derzum Theil mit gleichgefärbtem Augit verwachsen ist. Er bildet imGemenge mit Granat die Eklogit genannte Gebirgsart und findet sichauch in dem Gabbro genannten Gestein im Gemenge mit Saussuritoder Labradorit. k.
Smaragdochalcit syn. Atakamit.Smaragdopal s. Opal.
Smektit, Walkthon, Walkercrde, Füllers Barth, einelagerartig vorkommende derbe, im Bruche unebene splittrige erdige,im Grossen flachmuschlige Substanz, welche sich den Thonen anreiht,im Wasser nicht plastisch wird, sondern zu lockerem Haufwerk zer-fällt, grau, grün, gelb, weiss, roth oder braun gefärbt ist, matt bisschimmernd ist, im Striche wachsartig glänzt, undurchsichtig ist, sichmeist fettig anfühlt und wenig oder gar nicht an der Zunge hängt, dieHärte = 1,0 bis 2,0, das speeif. Gewicht = 1,7 bis 2,4 hat, und mildeist, stellt jedenfalls keine einfache Mineralspecies dar, da die Verhält-nisse der wesentlichen Bestandtheile Kieselsäure, Thonerde und Was-ser nicht übereinstimmend gefunden wurden, wie die Analysen Klap-roth's x ) des von Riegate in England und des von Nimptsch in Schle-sien, Thomson's 2 ) des von Maxton, L. A. Jordan's 3 ) des von Cilliin Untersteiermark gezeigt haben; zumal man auch Substanzen dazurechnet, die ähnliches Aussehen haben und zu demselben Zweck, zumWalken der Tücher benutzt werden. K.
Smelit nannte E. F. Glocker 4 ) ein dem Smektit verwandtesMineral aus Ungarn, welches bei Telkebanya ein Lager über Trachyt-porphyr bildet und von Oswald analysirt wurde, wonach es 50 Proc.Kieselsäure, 32 Thonerde, 13 Wasser, 2 Eisenoxyd und 2 Natron ent-
J ) Beitr. Bd. IV, S. 338 u. 344. —— 3 ) Pogg. Annal. Bd. LXXVII, S. 591.S. 39.
! ) Journ. f. prakt. Chem. Bd. XIII, S. 232.— 4 ) Journ. f. prakt. Chem. Bd. XXXV,